Am 19.04.2026 erlebte die Gemeinde Hanau einen besonderen Gottesdienst mit Bezirksvorsteher, Evangelist Steffen Möll. In diesem Gottesdienst wurde ein junger Mann in die Gemeinde aufgenommen, die Leiterin der Vorsonntagsschule sowie zwei Chorsänger in den Ruhestand verabschiedet.
Dem Gottesdienst legte Evangelist Möll das Bibelwort aus Lukas 8, 16 zu Grunde:
„Niemand zündet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefäß oder setzt es unter eine Bank, sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf dass, wer hineingeht das Licht sehe.“.
Diese aus der Bergpredigt stammende Aussage Jesu verknüpfte er mit seiner Erzählung über einen Herrn, der über Land ziehen wollte und drei seiner Knechte mit Pfunden – an anderer Stelle als Talente bezeichnet – ausrüstete, womit sie arbeiten sollten. Diese Bild beschreibt jeden von uns, denn – bildlich gesprochen – ist Jesus „über Land gezogen“, zu seinem Vater in den Himmel, hat aber dafür gesorgt, dass die Menschen mit Gaben aus dem Heiligen Geist (Talenten) ausgestattet werden können. Ein Talent ist die Liebe, die mit der Heiligen Versiegelung in unsere Herzen ausgegossen wird. Dieses Licht sollen wir leuchten lassen! Und damit es nicht an Kraft verliert, dürfen wir in jedem Gottesdienst aus seinem Opfer neue Energie dafür sammeln.
Nach dem gemeinsamen Gebet „Unser Vater…“ führte Evangelist Möll die Aufnahme von Jeremy Woodkock in die Gemeinde durch. An ihn gewandt, erklärte er ihm die Bedeutung dieser Handlung. Mit der Aufnahme in eine neuapostolische Kirchengemeinde erhält der Aufgenommene das Recht, dauerhaft an allen Segenshandlungen der Kirche teilhaben zu dürfen. Der Aufgenommene wird darüber hinaus Teil des „Leibes Christi“, also seiner Gemeinde, die ihm nachfolgt und ihr Leben nach seinem Evangelium ausrichtet. Der Wunsch, aufgenommen zu werden, beinhaltet somit auch das Versprechen, Jesus Christus in seinem Erlösungswerk zu dienen; und zwar mit den von Gott erhaltenen „Talenten“. Da zum „Dienen“ heute längst nicht mehr Viele bereit sind, freut sich Jesus um so mehr, wenn ein junger Mann dazu Ja sagt! Die Frage, ob er dazu bereit sein, beantwortete er mit: Ja, ich will! Daraufhin erfolgte die förmliche Aufnahmehandlung.
Im Anschluss feierte die Gemeinde Heiliges Abendmahl, womit der Gottesdienst aber nicht endete. Vor dem Schlussgebet wurden noch drei langjährig Mitwirkende in den Ruhestand verabschiedet.
Zunächst verabschiedete er Elvi Steinbach als Leiterin der Vorsonntagschulkräfte.
Sein herausgehobener Dank galt ihrer unermüdlichen Arbeit in der Vorbereitung und Durchführung der Unterrichte für die 3 bis 6-jährigen Kinder. Sie erfüllte diese Aufgabe seit 2003. Ihnen das Evangelium Jesu kindgerecht nahe zu bringen, erforderte nicht nur Geduld und Verständnis für die Kleinen, es bedurfte auch eines enormen Einfallsreichtums, da die Kinder über die vielen Jahre auch Veränderungen bei der Art ihres Lernens aufwiesen. Ihr Engagement, auch bei der Anpassung der Lehrmaterialen verdient eine ganz besondere Anerkennung. Er wünschte ihr, dass sie sich am Heranwachsen ihrer „Schützlinge“ immer erfreuen kann. In einer kurzen Antwort darauf, bestätigte Schwester Steinbach, dass ihr die Arbeit immer Freude bereitet hat und sie sich jetzt schon an denen erfreut, die mittlerweile bei dieser Arbeit mithelfen.
Danach verabschiedete er Schwester Christel Landau und Priester in Ruhe, Walter Gebhardi, als Mitglieder des Gemeindechores in den Ruhestand. Schwester Landau hatte eine gute Sopranstimme, die es ihr ermöglichte bis ins 84. Lebensjahr den Chor zu bereichern, und das über insgesamt 44 Jahre, nämlich seit ihrer Versiegelung in 1981 in der Gemeinde Hanau-Steinheim. Bruder Gebhardi wirkte seit seiner Versiegelung in 1972 in den unterschiedlichsten Chören, beginnend in der Gemeinde Dörnigheim tatkräftig mit seiner Tenorstimme mit. Neben dem gemischten Chor waren das der Männerchor und der Amtsträgerchor. Außerdem leitete er zeitweise den Flötenchor der Gemeinde Dörnigheim und wirkte bis heute in der Flötengruppe Hanau mit. Beiden dankte er für ihre Bereitschaft zum Dienen mit ihrer Stimme, denn die Liedbeiträge des Chores sind eine wertvolle Wegbereitung für den Leiter eines Gottesdienstes und erfreuen die Gemeinde. Immer wieder sind die Lieder auch einmal Antwort auf erbetene Zeichen einzelner Gottesdienstteilnehmer. Aber, Lieder müssen ja eingeübt werden! Die Anzahl der von Ihnen besuchten Chorproben ist immens groß. Insbesondere an einem Montagabend, nach getaner Arbeit, sich auf den Weg zur Übungsstunde zu machen verdient besonderer Anerkennung. Dazu brauchte es immer wieder eines Anstoßes. Das war die empfundene Freude, mit vielen Gleichgesinnten zu üben, besonders dann, wenn es darum ging, Neues zu lernen. Und es war die Bereitschaft, mit dem von Gott erhaltenen „Talent“ ihm zu dienen. Er wünschte Beiden, dass sie sich jetzt in der Gemeinde sitzend, an den Liedvorträgen erfreuen.
Alle Drei erhielten als äußeres Zeichen des Dankes einen schönen Blumenstrauß.
Evangelist Möll beendete diesen besonderen Gottesdienst mit Gebet und Segenszuspruch an die Gemeinde.
27. April 2026
Text:
Heinz Walter
Fotos:
Angela Petersen
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