Am 04. Mai 2025 erlebte die Gemeinde einen besonderen Gemeindesonntag. Bezirksvorsteher, Evangelist Steffen Möll, besuchte die Gemeinde, die an diesem Sonntag in besonderer Weise die Kinder im Alter von 6 – 14 Jahren in die Dienste eingebunden hatten. Das begann schon am Samstag mit dem Blumendienst und setzte sich am Sonntag fort in der Mithilfe bei der Altarvorbereitung, dem Begrüßungs- und Ansagedienst. Auch traten Kinder als Solisten musikalisch auf.
Eine zweite Besonderheit war die Versetzung von Diakon Gregor Belz im Auftrag des Apostels in den Ruhestand. Diakon Belz diente 13 Jahre mit ganzer Hingabe der Gemeinde, nachdem er erst in 2006 das Werk Gottes in Hanau kennengelernt hatte. Bezirksvorsteher Möll hob seine besondere Art des Dienens, nämlich Zuhören, aber auch als Gesprächspartner viel Zeit zu investieren, besonders hervor.
Die Predigt
Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus Lukas 24, 15.16: „Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten.“
Im Predigtteil beleuchtete Evangelist Steffen Möll die Begegnung der Emmaus-Jünger, die enttäuscht vom Geschehen der Kreuzigung Jesu die Gemeinschaft der Jünger verlassen hatten. Während sie redend und fragend den Weg in ihre angestammte Heimat antraten, gesellte sich ein zuerst für sie unbekannter Wanderer zu ihnen. Auf seine Frage, worüber sie denn redeten, sprudelte es nur so aus ihnen heraus, was sich in den letzten Tagen in Jerusalem abgespielt hatte. Die Hinrichtung ihres geliebten Meisters war für sie unfassbar. Alle ihre Hoffnungen, die sie in seiner Gemeinschaft hatten, waren zunichte.
Der „Unbekannte“ beantwortete ihnen nach und nach ihre Fragen und erklärte ihnen, warum dies alles so geschehen musste. Diese Zuwendung veranlasste die Jünger, ihn einzuladen, mit in der Herberge zu bleiben, die sie mittlerweile erreicht hatten.
Beim Darreichen des Abendbrotes erkannten sie den Mitwanderer als Jesus, was sie veranlasste, sofort wieder nach Jerusalem in die Gemeinschaft der Jünger zurückzukehren.
Der Bezirksvorsteher stellte die Frage: „Welche Lehren können wir aus diesem Geschehen ziehen?“ Die er dann auch beantwortete. Wir sollen Zuhören, wenn der Heilige Geist uns den Erlösungsplan aufschließt. In den Gottesdiensten erleben, dass Jesus an unserer Seite ist, besonders in der Sündenvergebung und im Heiligen Abendmahl. Wir können ihn bewusst einladen, dauerhaft bei uns zu bleiben. Wir mögen die Gemeinschaft der Gotteskinder als unser geistliches Zuhause erkennen und pflegen, dass es für alle auch so empfunden wird.
Predigtbeitrag Priester Thorsten Höh
Bei Begegnungen mit Jesus passiert immer etwas. Es gibt dafür viele, biblische Berichte. Die einzelnen Begegnungen hatten unterschiedliche Charaktere. Die Krankenheilungen waren an den Glauben der Hilfesuchenden gebunden. Die Begegnung mit den Emmaus-Jüngern trug den Charakter der priesterlichen Hingabe. Die Begegnung mit dem Saulus war eine klare Evangelisation, in der er ihn über seine falschen Vorstellungen bezüglich seines Eifers aufklärte.
Auch wir erleben Jesus, je nach unserer konkreten Situation, in der genau angepassten Weise. Unsere Aufgabe ist, unser Herz aufzumachen und ihn einzuladen, so wie es die Emmaus-Jünger taten. Dann füllt er unsere Seele mit dem Gefühl: Ich bin Zuhause!
Dabei ist uns bewusst, dass Jesus sein Opfer nicht mit der Zielrichtung brachte, uns mit seiner Kraft alle Sorgen des Alltags wegzunehmen. Er hat sein Opfer gebracht, um uns die Hoffnung auf die ewige Gemeinschaft mit ihm und seinem Vater zu geben. Das ist das Größte, was ein Mensch bekommen kann und wofür es sich lohnt, ihm in seinem Evangelium, nachzufolgen.
Diesem Predigtteil schloss sich das Gebet „Unser Vater“, die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahles an.
Im Anschluss daran versetzte Evangelist Steffen Möll Diakon Gregor Belz im Auftrag des Apostels in den Ruhestand und beendete diesen, für die Gemeinde Hanau besonderen Gottesdienst mit dem Segen des dreieinigen Gottes.
21. Mai 2025
Text:
Heinz Walter
Fotos:
Sandra Hermelbracht
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