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Apostel Gerd Kisselbach

Heilige Versiegelung durch Apostel Gerd Kisselbach in Hanau

 

Am 29. April 2026 versammelten sich die Gemeinden Aschaffenburg, Offenbach, Seligenstadt und Hanau zu einem gemeinsamen Gottesdienst in Hanau. Den Gottesdienst leitete Apostel Gerd Kisselbach. Im Mittelpunkt stand das Sakrament der Spendung des Heiligen Geistes (Heilige Versiegelung) an ein junges Gemeindemitglied aus der Gemeinde.

Für den Gottesdienst wählte Apostel Gerd Kisselbach ein Wort aus 1. Samuel 17,37: „Und David sprach: Der Herr, der mich von den Löwen und Bären errettet hat, der wird mich auch erretten von diesem Philister. Und Saul sprach zu David: Geh hin, der Herr sei mit dir.“

Zu Beginn der Predigt griff der Apostel das Chorlied „Herr, mein Gott, ich trau auf dich…“ auf. Dieses Lied, so führte er aus, nehme das Bibelwort bereits auf und formuliere ein Glaubensbekenntnis. Es sei Ausdruck einer persönlichen Beziehung zu Gott, die im Alltag auch Schwankungen unterliegen könne. Gottesdienste stärkten in solchen Situationen und richteten neu aus.

David und Goliat als Glaubensbild

In seiner Predigt führte Apostel Kisselbach die Gemeinde in die bekannte Geschichte von David und Goliat. Er beschrieb die Ausgangssituation: David, der jüngste Sohn Isais, wird zu seinen Brüdern an die Front geschickt – ein Bild für die Fürsorge Gottes. Dort erlebt er die Bedrohung durch den übermächtigen Goliat, dem sich kein israelitischer Krieger entgegenzustellen wagt.

David hingegen vertraut auf Gott. Er lehnt die Rüstung Sauls ab und kämpft mit dem, was ihm vertraut ist: Schleuder, Steine und Gottvertrauen. Mit den Worten „Du kommst mit Schwert, Schild und Sichelschwert, ich aber komme zu dir in dem Namen des Herrn Zebaoth“ tritt er Goliat entgegen und besiegt ihn.

Der Apostel zog daraus eine Parallele zum heutigen Glaubensleben. Auch Gläubige stünden vor „Goliats“ im übertragenen Sinn. Entscheidend sei das Vertrauen auf Gott und der Einsatz des eigenen Glaubens, den er – in Anlehnung an eine Predigt von Stammapostelhelfer Helge Mutschler – als „Senfkornglauben“ bezeichnete.

Die „fünf Steine“ im Glaubensalltag

David sei nicht untätig geblieben, betonte der Apostel. Er habe das genutzt, was ihm zur Verfügung stand. Daraus entwickelte er das Bild der „fünf Steine“:

  • das Gebet,
  • die Gewissheit von Gottes Wirken im Schwachen,
  • das Teilen von Glaubenserfahrungen in der Gemeinschaft,
  • die gelebte Liebe untereinander,
  • sowie die Freude auf die Wiederkunft Jesu Christi.

Gerade die Gemeinschaft könne herausfordernd sein, räumte er ein. Dennoch gelte: Vor Gott seien alle gleich, getragen von seiner Liebe.

Predigtbeitrag von Evangelist Steffen Möll

Der Bezirksvorsteher, Evangelist Steffen Möll, griff in seinem Predigtbeitrag das zuvor gesungene Lied „Meine Hoffnung und meine Freude…“ auf und knüpfte an die Gedanken zur Geschichte Davids an. Auch heute gehe es darum, Herausforderungen mit dem anzugehen, was vorhanden sei – ohne sich zu verstellen.

Er stellte die Frage nach der Lebendigkeit des eigenen Glaubens: „David hatte seinen Gott erlebt – und wir?“ Ein Glaube, der sich nur auf Vergangenes stütze, bleibe leblos. Lebendiger Glaube zeige sich in der Begegnung: im Gottesdienst, im Hören auf Gottes Wort und im Erleben seiner Liebe in den Sakramenten.

Wörtlich sagte er: „Er redet mit uns im Gottesdienst. Ja, wir schmecken seine Liebe im Sakrament.“ Die Sündenvergebung stelle alle Gläubigen auf „die Stufe der Begnadigten“.

Die Spendung der Heiligen Versiegelung

Nach dem gemeinsamen Gebet „Unser Vater“, der Freisprache von den Sünden und der Vorbereitung der Gemeinde folgte die Spendung des Sakramentes der Heiligen Versiegelung.

Apostel Kisselbach wandte sich an Jeremy Woodkock und stellte ihm die Frage nach seinem Bekenntnis zum neuapostolischen Glauben. Dabei erläuterte er die Grundlage dieses Glaubens, insbesondere das Bekenntnis zu Gott, dem Vater, zu Jesus Christus und zum Heiligen Geist.

Er erinnerte an die Zusage aus dem Chorlied: „Ich hab dich je und je geliebt…“ und stellte heraus, dass diese Liebe Grundlage des Glaubens und zugleich Auftrag sei. Die Gabe des Heiligen Geistes sei nicht nur Geschenk, sondern auch Aufgabe für den Einzelnen und die gesamte Gemeinde.

Der Apostel sprach von den Wirkungen des Heiligen Geistes: Liebe, Frieden und Hoffnung. Letztere wecke die Freude auf die Wiederkunft Christi und richte den Blick nach vorn.

Auf die abschließende Frage, ob er an den dreieinigen Gott glaube und Christus nachfolgen wolle, antwortete Jeremy Woodkock mit „Ja“. Daraufhin spendete Apostel Kisselbach ihm die Gabe des Heiligen Geistes.

Abschluss des Gottesdienstes

Im Anschluss feierte die Gemeinde gemeinsam das Heilige Abendmahl. Der Gottesdienst endete mit dem Schlussgebet und dem Segen für die Anwesenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Apostel Gerd Kisselbach

3. Mai 2026
Text: Heinz Walter
Fotos: Andreas Wagner

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