Apostel Gerd Kisselbach diente zum Palmsonntag dem Kirchenbezirk Offenbach in der Kirche Hanaus. Dazu waren alle neun Gemeinden des Bezirks eingeladen. Zusätzlich wurde der Gottesdienst auch per IPTV-Stream übertragen.
Als Grundlage für die Predigt des Apostels diente das Bibelwort aus dem Lukasevangelium, 19,36.37: "Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg. Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten."
Das Palmsonntagsgeschehen
Schon im Gebet zu Beginn des Gottesdienstes bat der Apostel um ein besonderes Gotterleben, so wie es die Bürger Jerusalems beim Einzug von Jesu hatten.
Durch die Bibellesung aus Markus 11,1–11 wurde das historische Geschehen für alle Teilnehmer deutlich gemacht.
Apostel Kisselbach wies in seinem Dienen darauf hin, dass dieses Ereignis kein Zufall war, sondern im Heils- und Erlösungsplan Gottes vorbestimmt. Das wird auch schon durch den Propheten Sacharja so angekündigt.
Der Einzug auf dem Füllen eines Esels mutet uns heute vielleicht komisch an. Unter dem damaligen Verständnis lag darin aber eine Botschaft: „Ich komme mit Frieden!“
Der Enthusiasmus der Jünger und der ihn empfangenden Bürger Jerusalems war geprägt von den erlebten Taten Jesu und der Erwartung, dass er ein neues, jüdisches Reich aufrichten werde. Jesus selbst hat diese Erwartung mit den Worten: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ korrigiert. Am Ende dieses Tages verließ Jesus Jerusalem wieder.
Jesu Einzug bei uns
Im Gegensatz zu damals will Jesus uns nicht nur einen kurzen Besuch abstatten, er will bei uns wohnen. Ein Umzug im Natürlichen ist ein Beispiel dafür. Dabei nimmt man seine ganze Habe mit. So kommt Jesus mit dem Reichtum des Himmels, mit der Kraft der Liebe seines Vaters und dem Frieden aus seinem Opfer zu uns. Diese Gaben stecken sinnbildlich in „Umzugskisten“, die wir auspacken dürfen und auch sollten.
Wir wollen den Fehler der Menschen von damals nicht wiederholen und aufgrund enttäuschter Erwartungen über das Handeln oder auch Nicht-Handeln Gottes und seines Sohnes in unserem Leben diese Gaben ungenutzt lassen. Christus will unser ewiges Heil!
Darüber hinaus schenkt er Kraft, die Herausforderungen des Lebens zu bewältigen. Dafür wollen wir, gleich den Jüngern damals, ihn lobpreisen und uns bei allen Widerwärtigkeiten nicht einschüchtern lassen.
Predigtbeitrag von Bezirksevangelist Jens Schölzel
Jesus will bei uns wohnen in guten wie in schlechten Tagen. Seine Jünger haben damals seine Ankündigungen von Gefangennahme, Leid und Tod nicht verstanden, aber sie sind mit ihm gegangen. Nur ganz am Schluss verließ sie die Kraft. So etwas kann uns auch passieren. Aber, mit dem Tod Jesus war ja nicht Schluss. Jesus kam zu seinen Nachfolgern nach seiner Auferstehung. Auch wir warten auf diese Begegnung mit ihm in der Ersten Auferstehung. Und so wie Gott für seinen Sohn einen präzisen Plan hatte, so hat er ihn auch für jeden von uns, mit dem Ziel, ewige Gemeinschaft mit ihm und seinem Sohn.
Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl
Apostel Kisselbach nahm die Begegnung Jesu mit dem Zöllner Zachäus als Hinweis dafür, dass Begegnungen mit ihm Veränderungen bewirken. Jesus will mit seiner Gnade uns Frieden schenken. Jetzt kann jeder von uns entscheiden, will ich der/die Alte bleiben oder will ich mich dem Wesen Jesu annähern.
Ordination
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles nahm der Apostel noch die Ordination einer Diakonin, Silvia Noll, für die Gemeinde Bad Brückenau vor.
In seiner Ansprache verglich er die Ordination mit der Übergabe von „Pfunden“ im Vergleich zu der Erzählung Jesu über den Herrn, der seinen Mitarbeitern Pfunde anvertraute. Die Anzahl ist dabei unbedeutend, aber das Wirken damit nicht. In diesem Sinne bat er die zukünftige Diakonin, mir ihren bisherigen Gaben und den durch die Ordination hinzukommenden Gaben in der Gemeinde zu wirken. Und an die ganze Gemeinde gewandt bat er alle, mit den empfangenen Gaben zu dienen.
Nach der Ordination beendete der Apostel den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
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