Am Mittwochabend, 10. September 2025, besuchte Apostel Gerd Kisselbach die Gemeinde Bad Brückenau und feierte dort mit den Gläubigen einen Gottesdienst. Da die Mitglieder der Gemeinde Bad Brückenau normal den Wochengottesdienst gemeinsam mit der Gemeinde Schlüchtern in Schlüchtern feiern, waren die Mitglieder der Gemeinde Schlüchtern an diesem Abend nach Bad Brückenau eingeladen. 41 Teilnehmer erlebten den Gottesdienst in Präsenz und weitere 15 mittels IPTV-Übertragung. Der Apostel übermittelte zu Beginn herzliche Grüße von Bezirksapostel Stefan Pöschel, der allen einen gesegneten Abend wünschte.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 1. Petrus 5,7 zugrunde:
„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ Apostel Kisselbach ging in seiner Predigt auf die Bedeutung dieses Zuspruchs ein. Sorgen seien keine Erfindung der heutigen Zeit, sondern begleiteten die Menschen seit jeher. Schon Jesus habe in der Bergpredigt die alltäglichen Fragen nach Nahrung, Kleidung und Sicherheit aufgegriffen. Der Apostel machte deutlich: Gott kennt die Sorgen jedes Einzelnen und lädt dazu ein, sie bewusst im Gebet bei ihm abzugeben.
Dabei gehe es nicht um ein oberflächliches „Mach dir keine Sorgen, das wird schon“, sondern um das Vertrauen darauf, dass der himmlische Vater um alle Dinge weiß und treu zur Seite steht. „Der Herr ist für dich. Der allmächtige Gott, unser Vater im Himmel, ist auf deiner Seite“, so der Apostel.
Gemeinschaft und Frieden
Ein weiterer Schwerpunkt der Predigt war die Bedeutung der Gemeinschaft der Gläubigen. Der Gottesdienst biete die Möglichkeit, sich gegenseitig zu stärken, füreinander da zu sein und gemeinsam den Frieden Christi zu erleben. Dieser Friede sei nicht an die Predigt oder an einzelne Worte gebunden, sondern eine unmittelbare Wirkung Gottes durch den Heiligen Geist.
Der Apostel ermutigte dazu, nicht nur die eigenen Sorgen, sondern auch die Nöte des Nächsten wahrzunehmen. Oft könne schon ein freundliches Wort, ein Lächeln oder eine kleine Hilfeleistung große Wirkung entfalten. „Es ist Zeit, Gutes zu tun“ – dieses Jahresmotto der Kirche stellte er auch in diesen Zusammenhang.
Blick nach vorne
Mit einer biblischen Begebenheit aus dem Leben des Propheten Elisa (2. König 6,11-17) illustrierte Apostel Kisselbach, dass Gott unsichtbar wirkt und seine Engel bei uns sind – auch wenn Bedrohungen oder Probleme übermächtig erscheinen. Dies könne Zuversicht und Hoffnung schenken. Entscheidend sei es, die größte Sorge auf das ewige Ziel zu richten: die Gemeinschaft mit Gott.
„Lasst uns nicht aufhören, auf den Herrn zu blicken und uns auf seine Wiederkunft vorzubereiten“, betonte der Apostel. Er erinnerte daran, dass Gott längst angefangen habe, für uns zu sorgen – am deutlichsten sichtbar in der Sendung und dem Opfer seines Sohnes Jesus Christus.
Predigtbeitrag von Priester Rust
Im Anschluss diente Priester Andreas Rust, aus der Gemeinde Kinzigtal, der Gemeinde. Er griff das Bibelwort auf und erinnerte daran, dass Sorgen manchmal so schwer lasten, dass man Gottes Nähe kaum spürt. Gerade dann sei es wichtig, an der Zusage festzuhalten, dass der Herr alle Tage bei seinen Kindern sei. Auch er hob hervor, wie wohltuend die Begegnung mit Christus im Gottesdienst ist, gerade mitten in der Woche.
Heilige Versiegelung
Ein Höhepunkt des Abends war die Heilige Versiegelung des kleinen Noah. Der Chor leitete die Sakramentshandlung mit einem Liedvortrag ein (CM Nr. 375): „Aus Gnaden erwählt“. Apostel Kisselbach wandte sich in einer herzlichen Ansprache an die Eltern und die Gemeinde. Er betonte, dass ein Kind nicht erst im Erwachsenenalter an den Glauben herangeführt werden könne, sondern von Anfang an geistliche „Ernährung“ brauche – genauso selbstverständlich wie tägliche Nahrung für den Körper.
Die Eltern und die ganze Gemeinde seien eingeladen, Vorbilder im Glauben zu sein, damit Noah die Liebe und Nähe Gottes erleben könne. Anschließend spendete der Apostel die Gabe des Heiligen Geistes. Mit bewegenden Worten stellte er heraus, dass Gott persönlich an Noah handelt und ihn als sein Kind annimmt.
Feier des Heiligen Abendmahls
Nach der Versiegelung feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl, ein weiterer Höhepunkt in diesem Gottesdienst. Der Apostel erinnerte daran, dass Jesus Christus mit seinem Opfer die größte Sorge der Menschen – die Trennung von Gott – bereits gelöst habe. Im Mahl mit dem Herrn werde dieser Friede und diese Gnade immer wieder neu erfahrbar.
Schlussgedanken und Gebet
Im Schlussgebet bat der Apostel für alle Generationen: für Kinder und Jugendliche, für Menschen in Arbeit und Beruf, wie auch für die Senioren mit den Lasten des Alters. Besonders gedachte die Gemeinde einer an diesem Tag verstorbenen Schwester und der trauernden Familie.
Zum Abschied dankte Apostel Kisselbach allen Anwesenden für die offene Aufnahme und ermutigte, den Frieden Gottes mit in den Alltag zu nehmen: „Den Frieden dürft ihr mit nach Hause nehmen – und das Wissen um die Liebe Gottes, die euch begleitet.“
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