Am Sonntag, 12. Januar 2025 feierte Apostel Kisselbach einen Gottesdienst in der Kirche Seligenstadt für die Gemeinde. In diesem Gottesdienst spendete er einem Kleinkind das Sakrament der Heiligen Wassertaufe sowie vier Kleinkindern und einer Erwachsenen das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Als Eingangslied für diesen Gottesdienst wählte er das Lied Nr. 269 aus dem neuapostolischen Gesangbuch: „Weil ich Jesu Schäflein bin ...“ Das Bibelwort aus dem Johannes Evangelium Kapitel 10 die Verse 27 und 28: "Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben …“ war die Grundlage für seine Predigt. Mit diesem Bibelwort hatte Stammapostel Schneider im November 2024 einen Gottesdienst in Kambodscha gehalten.
Bekenntnis zu Gott
Er begann seine Predigt mit der Feststellung, dass wir alle heute Morgen mit unserer Teilnahme an diesem Gottesdienst ein Bekenntnis für unsere Beziehung zu Gott abgegeben haben. Und da Gott auch eine Beziehung zu jedem von uns hat, lässt er uns in der Predigt seine Gedanken für uns zuteilwerden. Gott, unser Vater und Jesus Christus, unser Heiland und Erlöser möchten mit diesem Gottesdienst diese gegenseitige Beziehung festigen.
Im Verlauf einer Woche können die Alltagsnotwendigkeiten diese Beziehung stören, bis dahin, dass wir unser Herz für sein Wirken verstocken. Jetzt aber möchte der Heilige Geist unsere Beziehung zu Gott festigen und beleben. Ein Kerngedanke dazu ist die vom Stammapostel herausgegebene Jahreslosung: „Es ist Zeit, Gutes zu tun.“ Tun wir also uns selbst etwas Gutes, in dem wir Gott an unserer Seele wirken lassen.
Schafe seiner Weide … hören seine Stimme
Jesus verwandte diese Worte damals, weil seine Zuhörer dieses Bild verstanden, denn so gut wie jede Familie hatte damals ein paar Schafe. Die wurden von einem Familienmitglied als Hirte versorgt und beschützt. Für die Nacht aber wurden die Schafe aller Familien in einem einzigen Stall untergebracht, um sie vor Gefahren zu beschützen. Jeden Morgen gingen die Hirten zum Stall, riefen ihre Schafe und, da diese deren Stimme kannten, folgten sie ihm auf die Weide.
Was will uns Jesus heute mit diesem Bild sagen? Er selbst bezeichnet sich als der gute Hirte, der Menschen, die an ihn glauben und sich zu ihm bekennen, mit allem versorgt, was die Seele eines Menschen benötigt, um sich in die Nachfolge zu ihm zu begeben. Als Grundlage bietet er uns in den Sakramenten der Heiligen Wassertaufe und der Heiligen Versiegelung den Sinn an, seine Stimme zu erkennen. Ob wir dann darauf hören und dem folgen, was er uns als Beispiele in seinem Evangelium hinterlassen hat, liegt in unserer Entscheidung.
Die im Bibelwort beschriebene Nachfolge bedeutet, dass wir die Art und Weise, wie Jesus Menschen begegnete, wird er ihre Bedürfnisse ernst nahm und befriedigte, ja wie er sogar mit seinen Peinigern umging, für uns Maßstab unseres Handelns werden sollte. Das Jahr 2025 steht unter dem Motto: „Es ist Zeit, Gutes zu tun.“ Halten wir nichts Gutes für zu klein! Was das sein könnte, können wir konkret mit unseren Gebeten von ihm erfragen. Er wird antworten.
Ich gebe ihnen das ewige Leben
Ewiges Leben können wir uns nicht vorstellen. Trotzdem hat es schon durch die Hinnahme der Sakramente in uns begonnen. Unsere Seele spürt das und sucht deshalb die Verbindung zu Gott. Und Gott hat zugesagt, dass er das so begonnene Werk in uns vollenden wird. Das geschieht in dem Moment, zu dem er seine Verheißung wiederzukommen und uns zu sich in sein ewiges Reich aufzunehmen, erfüllt.
Predigtzugabe von Evangelist und Bezirksvorsteher Steffen Möll
In unserem Leben kommunizieren wir viel per Telefon. Im übertragenen Sinn hat Gott auch eine Telefonnummer. Wir finden sie im Psalm 50, dem Vers 15, denn dort lesen wir: „… rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.“
Wir wollen diese Möglichkeit intensiv nutzen, denn jede Beziehung lebt von der Kommunikation.
In seinem 23. Psalm beschreibt König David, was der gute Hirte alles für seine Schafe tut. Diese Aussagen haben auch in der heutigen Zeit für uns Gültigkeit.
Vorbereitung der Sakramentsspendungen
Da in diesem Gottesdienst nicht nur die Feier des Heiligen Abendmahles mit der ganzen Gemeinde gefeiert wurde, bereitet Apostel Kisselbach alle vorgesehenen Sakramentsspendungen vor. Gott legt mit der Heiligen Wassertaufe, der Heiligen Versiegelung und dem Heiligen Abendmahl den Grundstock für unsere Beziehung zu Gott. Seine Segenshandlungen kann niemand ungeschehen machen. Als Beispiel führte er dazu das Gleichnis Jesu vom verlorenen Schaf an, das er sucht, findet und zurück zur Herde bringt.
Nach Durchführung aller Sakramentshandlungen beendet der Apostel den Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen.
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