Vom 4. Juni 2025 bis zum Pfingstsonntag sind die internationalen Kirchenleiter weltweit zur Bezirksapostelversammlung in Mainz. Höhepunkt und Abschluss ist der Gottesdienst am Pfingstsonntag. Am Mittwochabend, 4. Juni waren die Bezirksapostel und Bezirksapostelhelfer von Mainz aus auf Kirchengemeinden der Gebietskirche Westdeutschland verteilt und feierten die Wochentagsgottesdienste. In Hanau war Bezirksapostel Peter Bernhard Lambert aus Südafrika zu Gast.
Gegen 18.00 Uhr holte der Bezirksvorsteher, Evangelist Steffen Möll, den Bezirksapostel und seine Frau Erika im Tagungshotel in Mainz ab. Kurz nach 19.00 Uhr erreichten sie bei strömenden Regen die Kirche in Hanau. Der Bezirksapostel sagte dazu: „Das Wetter ist immer noch angenehmer als der momentane Winter in Südafrika“.
Begrüßungsvideo
Zunächst wurde dem Bezirksapostel und seiner Begleitung ein Begrüßungsvideo des Bezirkes Offenbach gezeigt. Anschließend ging es mit den anwesenden Vorstehern und Vorstehervertretern in die Sakristei. Der Gottesdienst begann bereits um 19.30 Uhr und wurde per IPTV und YouTube in alle Gebietskirchen in Deutschland übertragen.
Der Gottesdienst
Der Bezirksapostel predigte in Englisch. Es wurde Satz für Satz am Altar in Deutsch übersetzt. Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Galater 3,27.28 zugrunde: „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus“.
Das Wort heute Abend ist ein spezielles Wort, so der Bezirksapostel. Wir kommen aus unterschiedlichen Richtungen. Zwischen Südafrika und Deutschland liegen tausende Kilometer und wir kommen aus unterschiedlichen Verhältnissen und doch gilt dieses eine Wort einem jedem von uns ganz persönlich. Er führte an, er kann in Südafrika Gott genauso nahe sein, wie wir hier in Deutschland. Für Gott ist das kein Problem. Er ist uns so nahe, wie wir es zulassen. Keiner muss sich Gedanken machen beim Blick auf die eigenen Sünden und Unvollkommenheiten, dass er nur ein Mensch zweiter Klasse sei. Gott liebt alle Menschen und Jesus hat sein Leben für alle Menschen gegeben.
Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft
Er sagte, Gott sieht uns in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Gott sagt uns nicht komm in die Kirche und ich sage dir, was du alles falsch machst. Er sagt uns, komm’ ich zeige dir, wie du sein wirst, wenn du Jesu gleich geworden bist und ich sage dir, wie du es schaffen kannst, so zu werden. Er sieht uns schon in unserem perfekten Zustand in der Ewigkeit. Wenn sich Menschen begegnen, fragen sie immer, woher der andere kommt und wer er ist. Gott ist daran interessiert, wohin wir gehen.
Er weiß, wenn wir in sein Haus kommen, da sind wir alle unterschiedlich, mit Fehlern und Schwachheiten. Aber Gott belässt uns nicht so. Wenn er an uns arbeitet, dann werden wir am Ende sein wie Jesus. Gott hat uns den freien Willen gegeben. Also, wir entscheiden, was wir Gott an uns tun lassen. Wir entscheiden, ob wir das Wesen Jesu anziehen oder nicht. Was ist notwendig, um das Wesen Jesu anzuziehen, fragte der Bezirksapostel. Er gab die Antwort: „Ich muss getauft werden, ich muss den Heiligen Geist empfangen und ich muss immer wieder Heiliges Abendmahl hinnehmen“. Der Heilige Geist ist die Kraft, die es uns ermöglicht, in das Wesen Jesu hineinzuwachsen. Es gilt, die Kraft des Heiligen Geistes zu nutzen, um gegen das Böse zu kämpfen. Das Böse ist alles, was uns von Gott trennt.
In Anlehnung an das Bibelwort sagte der Bezirksapostel: „Egal ob arm oder reich – das Evangelium Christi gilt allen Menschen“. Wenn wir etwas anderes anziehen wollen, müssen wir vorher etwas ausziehen. Er sagte als Beispiel, es wird keiner heute Abend den Schlafanzug über seine Gottesdienstkleidung ziehen. So müssen wir, wenn wir das Wesen Jesu anziehen wollen, Altes ablegen.
Predigtbeitrag Evangelist Möll
Er sagte an den Bezirksapostel gerichtet: „Ich kenne dich und deine liebe Erica zwei Stunden und fünfzehn Minuten und ich habe euch von ganzem Herzen lieb. Im Bild gesprochen; wir tragen die gleichen Klamotten“. Der Bezirksvorsteher unterstrich damit das Einssein unter neuapostolischen Christen. Weiter führte er ein Wort von Stammapostel Jean-Luc Schneider an: „Die Taufe wird in dem Maße wirksam, wie man sich bemüht danach zu leben“.
Feier des Heiligen Abendmahls
Es folgte das Gebet „Unser Vater“, die Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahls. Besonders bewegend empfanden viele Gottesdienstteilnehmer, dass der Bezirksapostel alle diesen liturgischen Text nicht in Englisch sprach, sondern in Deutsch las.
Der gesamte Gottesdienst wurde in großartiger Weise von Chor, Flügel und Orgel musikalisch umrahmt. Es wurden Lieder in deutscher und englischer Sprache vorgetragen. Auch zum Abschluss sang der Chor begleitet vom Flügel noch einmal ein Lied in englischer Sprache.
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