Am Mittwoch, dem 15.10.2025, besuchte Bezirksapostel Stefan Pöschel den Kirchenbezirk Offenbach in der Zentralkirche in Hanau. In diesem Gottesdienst wurde Priester Marco Estermann, Vorsteher der Gemeinde Klingenberg, zum stellvertretenden Bezirksvorsteher ernannt. Des Weiteren wurde der Vorsteher der Gemeinde Hanau, Hirte Dieter Emmerich, von seiner Aufgabe als Vorsteher entbunden. Er dient weiterhin in der Gemeinde Hanau im priesterlichen Dienst. Für ihn wurde Bezirksvorsteher Evangelist Steffen Möll als neuer Vorsteher beauftragt. Seine Beauftragung als Bezirksvorsteher des Bezirks Offenbach nimmt er weiterhin wahr.
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus dem Propheten Jona, Kapitel 4, die Verse 1–3:
„Das aber verdross Jona sehr, und er ward zornig und betete zum Herrn und sprach: Ach, Herr, das ist’s ja, was ich dachte, als ich noch in meinem Lande war. Deshalb wollte ich ja nach Tarsis fliehen; denn ich wusste, dass du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und lässt dich des Übels gereuen. So nimm nun, Herr, meine Seele von mir, denn ich möchte lieber tot sein als leben.“
Jesus Christus – unser Ankergrund
Zu Beginn des Gottesdienstes ging Bezirksapostel Stefan Pöschel auf das vorgetragene Chorlied „In dieser Zeit…“ ein, in dem sich eine zentrale Aussage wiederholt: Jesus Christus ist mit seinem Evangelium für unseren Glauben ein sicherer Ankergrund. Dort zu ankern, bewahrt uns vor Geistesströmungen und Geisteswinden, die uns aus der Gemeinschaft mit ihm und Gott, unserem himmlischen Vater, abtreiben wollen.
Jona – ein Botschafter für Gott
Auf das Bibelwort eingehend schilderte er kurz die Stationen des Propheten Jona bei der Umsetzung seines von Gott erhaltenen Auftrages, den Bürgern von Ninive Buße zu predigen. Vergleichbar ist die Aufgabe der Christen, die frohe Botschaft – das Evangelium Jesu – zu den Menschen zu tragen. Dabei können uns ähnliche Vorbehalte treffen wie Jona und uns davon abhalten, Gottes Willen zu tun.
Gott wählt Menschen trotz ihrer Fehler und Schwächen, um seine Botschaft weiterzutragen. Die Botschaft lautet: Gott hat auch dich lieb! Du musst nicht vollkommen sein, um seine Zuwendung zu erfahren.
Man muss auch gönnen können
Im Predigtbeitrag von Apostel Gerd Kisselbach betonte er, dass das Evangelium Jesu, seine Gnade und die Liebe Gottes keine exklusiven Geschenke nur für uns sind. Nein, diese Botschaft gilt allen Menschen! Das Weitertragen geschieht durch unsere gelebten Werte, unsere Worte und unsere sichtbaren Taten. Gönnen wir dies doch auch unseren Mitmenschen.
Die Gnade Gottes ist universell
In den Gedanken zur Vorbereitung der Feier des Heiligen Abendmahles und der vorlaufenden Sündenvergebung griff der Bezirksapostel die Quintessenz aus dem Bibelwort auf: „Denn ich wusste, dass du gnädig bist, barmherzig, langmütig und von großer Güte!“
Das dürfen wir jetzt in der Teilhabe an der erlösenden Kraft des Opfers Jesu empfangen. Wir wollen damit arbeiten und sie verkünden!
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles erfolgte zunächst die Entbindung des Gemeindevorstehers Hirte Emmerich und die Beauftragung von Evangelist Möll als Vorsteher für die Gemeinde Hanau. Der Bezirksapostel würdigte den Dienst des Hirten als Vorsteher, den er am 24.01.2001 übernahm. Damit prägte er, so der Bezirksapostel, eine ganze Generation. In dieser Zeit spendete er vielen das Sakrament der Heiligen Taufe, begleitete in der 500-Mitglieder zählenden Gemeinde individuelle Seelsorge und spendete an vielen Trauerfeiern Trost.
In Anschluss erfolgte die Ernennung von Priester Estermann zum stellvertretenden Bezirksvorsteher für den Bezirk Offenbach.
18. Oktober 2025
Text:
S. Möll,
Heinz Walter
Fotos:
Andreas Wagner
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