Der Bezirk Offenbach erlebte am 14. Dezember 2025 einen gemeinsamen Adventsgottesdienst in der Kirche in Hanau mit Apostel Gerd Kisselbach. Er diente mit dem Bibelwort aus Johannes 3,30: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ Diese Aussage von Johannes, des Täufers, nannte er als Adventsprogramm der auf die Wiederkunft Jesu wartenden Brautgemeinde. In diesem Gottesdienst wurde der Vorsteher der Gemeinde Bad Brückenau, Priester Bernd W. Kiesel, nach 48-jähriger Amtstätigkeit in den Ruhestand versetzt. Als Nachfolger beauftragte der Apostel Priester Stefan Sann zum neuen Gemeindevorsteher. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Bezirkschor, einem Kinderchor, instrumental und solistisch mitgestaltet.
In dem Eingangsgebet dieses Gottesdienstes folgte nach intensiver Anbetung Gottes, die Bitte um den Frieden Gottes als seiner Gegenwart Gefühl, wo hinein wir all unseren Dank und unsere Bitten legen dürfen.
Wir jubeln dir zu – die Liebe bist du!
Zu Beginn seines Dienens griff er eine Liedaussage aus dem Chorlied „Die Liebe bist du“ heraus, in der es heißt: "…wir jubeln dir zu!" Trotz aller unterschiedlicher Lebenssituationen ist es so, dass die Liebe Gottes immer bei uns ist.
Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen:
Diese Erkenntnis vermittelte Johannes, der Täufer, seinen Jüngern, die beim Betrachten der Arbeit der Jünger Jesu unschlüssig waren, wohin das führen sollte. Sie betrachteten dieses Wirken als Wettbewerb. Johannes aber war klar geworden, ich habe meinen Auftrag erfüllt. Jetzt ist der da, auf den ich hingewiesen habe. Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen!
Diese Aussage stellt der Apostel dann als Programm in den Mittelpunkt dieses Adventsgottesdienstes, ja unserer großen Adventszeit. Wachsen oder auch abnehmen, das sind Prozesse, die uns in unserem Leben begleiten. Bezogen auf unseren Glauben benannte er im Folgenden typische Dinge dieser Zeit, die abnehmen sollten und für Jesus typische Dinge, die wachsen sollen.
Typische für unsere Zeit ist die Abnahme von persönlichen Gottesbeziehungen. Dies wird sogar von in anderen Kirchen Mitwirkenden beklagt. Auch Stammapostel Richard Fehr bezeichnete schon in seiner aktiven Dienstzeit die Beziehung der Menschen zu Gott als eine Post-Christliche-Zeit.
Wachstum in der Liebe:
Wir aber wollen die Liebe Gottes, die uns gegeben wurde, wachsen lassen! Woran können wir das messen? Unter anderem in unserem Gebetsleben! Sprechen wir mit Gott über alles, was uns bewegt? Vertrauen wir uns ihm an? Unser Gebet ist Maßstab für unserer Beziehung zu Gott. Jesus stellte einst Petrus diese Beziehungsfrage: Hast du mich lieb? Er fragt auch dich. Mag doch unsere Liebesbeziehung zu Gott wachsen.
Ein weiterer, direkter Ausfluss der Liebe ist auch unsere Achtsamkeit auf den Nächsten. Bezirksapostel Stefan Pöschel erwähnte in dem Zentralgottesdienst für die Gebietskirche Westdeutschland am 30. November 2025 eine für unsere Zeit typische Haltung, die Ich-Bezogenheit. Wir aber wollen mit den Mitteln, die wir von Gott erhalten haben, auf den Nächsten achten.
Wachstum im Glauben:
Gerne setzen wir unseren Glauben ein, um von Gott bestimmte Dinge zu erbitten. Jesus sagt dazu folgendes: "…auf dass alle, die an mich glauben, das ewige Leben haben." Das ist das Ziel unseres Glaubens! Wir erleben durchaus auch Glaubensbestätigungen in unseren natürlichen Belangen. Lasst uns aber im Glauben wachsen hin auf die Erfüllung der Verheißung Jesu: Ich komme wieder!
Wachstum in der Hoffnung:
Der Apostel berichtet, dass ihn in seiner Jugendzeit in Baunatal zwei Graffitis auf Gebäuden dort bewegt haben. Das Erste lautete: "No Future" – und das Andere: "Jesus lebt!" Welch krasser Gegensatz. Wir leben in einer Zeit von Angst und Sorgen. Und genau in dieser Zeit sind wir getrost, der Herr kommt bald. Diese Hoffnung gibt uns Kraft – und sie soll wachsen.
Zu Weihnachten schreiben unsere Kinder Wunschzettel. Das dürfen wir in unserem geistlichen Advent auch. Lasst bitte oben an den Wunsch stehen: Herr Jesus, komm doch bald!
Wachstum braucht Wachstumsbedingungen:
Unsere Gottesbeziehung, unsere Liebe zu ihm, unser Glaube an ihn und unsere Hoffnung auf ihn braucht Wachstumsbedingungen. Diese finden wir zusammen gefasst in einem Bibelwort in der Apostelgeschichte. Dort lesen wir: Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel, der Gemeinschaft, um Brotbrechen und im Gebet. Damit beendete er seine Predigt. Zunächst bat er Priester Kiesel noch einmal um eine Predigtzugabe.
Predigtbeitrag von Priester Bernd W. Kiesel:
Das Chorlied zu Beginn führte uns direkt zum Kern eines jeden Gottesdienstes. Jesus Christus will in seiner Liebe jedem persönlich begegnen. Der biblische Bericht von der kranken Frau, die nur den Rocksaum von Jesus berührte, zeigt uns, was bei Begegnungen mit Jesus passiert. Es geht eine Kraft von ihm aus. Und diese Kraft brauchen wir, um in das Wesen Jesu hineinwachsen zu können. In einem Männerchorlied heißt es so treffend: "Nur so wie du, Herr Jesu, möchte ich werden." Das haben wir zwar am Tag unserer Konfirmation versprochen, es ist aber unsere Lebensaufgabe. Dieses Lied endet mit der schönen Aussage, dass ich nur eines sein möchte: "ein treu, gehorsam Gotteskind."
Nach diesem Predigtbeitrag bat er den stellvertretenden Bezirksleiter, Priester Marco Estermann an den Altar. Er möge nun die Gemeinde auf die Feier des Heiligen Abendmahls vorbereiten.
Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl
Priester Estermann lenkte den Blick der Gemeinde auf das Verhältnis von uns zu unserem Nächsten, die Art und Weise, wie wir den anderen Menschen sehen, ihn bewerten und möglicherweise in eine Schublade stecken. Unsere Sichtweise auf den Nächsten sollte abnehmen, die Sicht Gottes auf den Nächsten, wie er ihn sieht, sollte zunehmen. Er erwähnte die Worte Jesu aus Matthäus, 5,24 wo er sagte, dass die Versöhnung mit dem Nächsten wichtiger sei als das eigene Opfer. Versöhnungsbereit sollten wir in die Feier des Heiligen Abendmahls hineingehen.
Es folgte die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahles.
Im Anschluss versetzte unser Apostel den Vorsteher der Gemeinde Bad Brückenau in den Ruhestand und beauftragte als neuen Vorsteher, Priester Stefan Sann.
Schlussgebet:
Mit der Bitte um Mut und Beistand zum Wachsen in Christus beendete der Apostel diesen Bezirksgottesdienst. Auch bat er um die Hilfe Gottes für jeden nach Leib, Seele und Geist mit den Worten: Vater, wir lassen dich nicht, du segnest uns denn!
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