Den Mittwochabendgottesdienst am 12. März 2025 feierte Apostel Gerd Kisselbach mit der Gemeinde Klingenberg, in ihrer Kirche,
Das Textwort, das dem Gottesdienst zugrunde lag, lautete: „Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen erbt“ (1. Petrus 3,9). Dieses Textwort hatte Stammapostel Jean-Luc Schneider bereits am Sonntag zuvor dem Übertragungsgottesdienst aus Bottrop zugrunde gelegt, der auch nach Klingenberg übertragen wurde. Der Apostel hatte dieses Wort bewusst gewählt, um die Gedanken des Stammapostels zu vertiefen. .
Der Apostel ging zunächst auf das vom Chor vorgetragene Lied (CM 388) ein, indem es im Refrain heißt: „Ich bin hier, Herr.“ Gott ist immer schon da, egal wo wir sind. Das schafft Sicherheit.
Bekenntnis Gottes zu den Menschen
Weiter führte er aus, dass Gottesdienst ein Bekenntnis Gottes zu den Menschen sei. Gott begegne uns immer persönlich in seiner Liebe. Die Liebe Gottes sei nicht abhängig davon, wie wir uns in den letzten Tagen verhalten hätten. Gott liebe uns immer. Aus dieser Liebe heraus habe Gott einen Plan für uns, über den er uns in jedem Gottesdienst informiere. Aus der Begegnung mit Gott können wir seine Liebe, seinen Frieden, seine Gnade und seine Zuversicht in den Alltag mitnehmen.
Begegnung von Mensch zu Mensch
Bezugnehmend auf das Textwort führte der Apostel aus, dass dieses über die Begegnung von Mensch zu Mensch spreche. Begegnungen mit Menschen gebe es in verschiedener Form. Es gebe freundliche Mitmenschen, mit denen man gern zusammen sei. Dann aber gebe es auch Menschen mit schlechter Laune, Menschen, die einem krumm kommen, sich über einen lustig machen oder gar böse Absichten hätten. Dann stelle sich die Frage, wie reagieren wir jetzt? In den Momenten, in denen uns jemand mit Bösem oder mit Hohn und Spott begegne, wollen wir das auspacken, was Gott uns im Gottesdienst mitgegeben hat, und nicht Gleiches mit Gleichem vergelten.
Wir können der Lieblosigkeit die Liebe Gottes entgegensetzen. Der Hektik und Rastlosigkeit in dieser Zeit können wir mit dem Frieden Gottes begegnen, indem wir ein freundliches Wort oder ein Lächeln geben. Wir haben die Freiheit, zu entscheiden, wie wir reagieren. Wenn es uns gelänge, nicht Scheltwort mit Scheltwort zu vergelten, dann könnten wir ein Segen für unser Umfeld sein. So werde Gott lebendig und wir geben ein Stück von unserer Gottesbeziehung an den Nächsten ab. Wir hätten die Aufgabe, das Gute, was Gott uns gibt, in die Umgebung mitzunehmen. Das würde auch von unseren Mitmenschen wahrgenommen.
Predigtzugabe des Gemeindevorstehers
Zum Mitdienen rief der Apostel den Vorsteher der Gemeinde Klingenberg, Priester Marco Estermann an den Altar. Er ging besonders darauf ein, wie der Stammapostel den Begriff Segen definiert hatte. Meistens würde man Segen verstehen als Wohlergehen im Irdischen. Der Stammapostel habe aber Segen definiert als alles, was unserem Verhältnis zu Gott förderlich sei. Segen sei alles, was uns Gott näherbringe. Mit diesem Verständnis von Segen fallen wir nicht vom Glauben ab, wenn unser Leben eine andere Wendung nehme und unsere irdischen Pläne durchkreuzt würden. Diese Dinge stören unser Verhältnis zu Gott nicht. Als Beispiel führte Priester Estermann die Begebenheit der drei Männer im Feuerofen an, die sich weigerten, das Bild des Königs anzubeten. Auf die Drohung hin, in den Feuerofen geworfen zu werden, blieben sie beständig und beteten weiterhin Gott an. Für diese Männer sei es Segen gewesen, dass ihr Verhältnis zu Gott stimme, unabhängig von den irdischen Konsequenzen.
Apostel Kisselbach stellte daraufhin noch Asaf in den Raum, der alle Tage im Tempel war und diente. Dann sei er arm und krank gewesen und schier am Wohlergehen der Gottlosen verzweifelt. Als er aber in den Tempel gegangen sei und ihr Ende sah, sei alles wieder gut gewesen. Unser Apostel griff noch das Gleichnis aus Matthäus 5 auf, indem Jesus sagte, dass seine Schafe seine Stimme hören, er sie kenne und sie ihm nachfolgen. Der Apostel stellte die Frage in den Raum, wie die Aussage Jesu weitergehe. Ob es heiße „sie haben immer genug zu essen, immer 1000 € mehr auf dem Konto, als sie brauchen“. Der Gottessohn sagte etwas viel Größeres, nämlich „und ich gebe ihnen das ewige Leben“.
Der Apostel leitete dann auf das Abendmahl über, indem er aufforderte, jetzt die Begegnung mit Jesus als Friedefürst im Abendmahl zu nutzen.
Der Gottesdienst wurde mit Gebet und Segen beendet.
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