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Apostel Gerd Kisselbach

Gottesdienst mit Apostel Gerd Kisselbach

 

Am 14.02.2024 besuchte Apostel Kisselbach erstmalig die Gemeinde Seligenstadt. Vor dem Gottesdienst begrüßte der Apostel die Gemeinde und informierte sie über eine Veränderung bei der Gemeindeleitung. Als Einstimmung auf den Gottesdienst sang die Gemeinde das Lied 177 „Stark ist meines Gottes Hand…“. Grundlage für diesen Gottesdienst war das Bibelwort aus Sprüche 24, Vers 16. „Denn der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf, aber der Frevler versinkt im Unglück.“ Danach sang der Chor das Lied „O bilde mich mein Meister…“

Auszüge aus der Predigt des Apostels

Zeichen unseres Verhältnisses zu Jesus

Ich wünsche uns, dass die Gemeinschaft heute Abend jedem von uns guttut!

Ein Wort im Lied des Chores hat mich angesprochen: Jünger. Was zeichnet einen Jünger aus? Er bleibt bei seinem Meister, auch wenn es schwierig wird.

Im Wirken Jesu hatte er viele Begegnungen, auch mit vielen Menschen wie z.B. bei der Bergpredigt oder auch der Speisung der 5.000, was in Wirklichkeit bald 20.000 waren, denn damals zählte man nur die Männer. Alle diese blieben aber nicht bei Jesus! Die Jünger aber blieben, wenn auch nicht alle, die einmal mit ihm zogen.

Das ist ein Hinweis für uns. Bleiben wir bei Jesus, auch wenn es einmal dunkel wird.

Dazu sprechen die Aussagen des Psalmisten in seinem 23. Psalm. Am Anfang beschreibt er ein romantisch schönes Bild von grüner Au und frischem Wasser, das die Gemeinschaft mit Gott zeigen soll. Aber dann spricht er von einem dunklen Tal. Diese Wechselbäder erleben wir auch! Er beschließt aber diese Beschreibung damit, dass er darin kein Unglück fürchtet. Das sagt er nicht, weil er so stark oder mutig oder auch reich ist, sondern weil Gott bei ihm ist: Denn du bist bei mir! Das gilt auch für uns! Und noch ein Wort zum dunklen Tal. Bruder, Schwester, das ist nicht die Endstation. Wohl aber ein schweres Stück Weg hin zu unserer himmlischen Heimat, der Herrlichkeit.

Gottes Nähe bei unserem Fallen

Das Bibelwort spricht vom Fallen. Wir kennen das aus unserer Kindheit sehr genau. Hier ist aber gemeint, dass wir es nicht schaffen, in unserer Jüngerschaft immer treu zu sein. Apostel Paulus sagt dazu: Das Gute, das ich tun will, tue ich nicht. Das Böse aber, das ich nicht tun will, das tue ich. Geschwister, das ist kein Dauerzustand! Aber durch den Einfluss des Bösen fallen wir auch immer wieder. Selbst unsere Erwählung und Gotteskindschaft führt nicht zur Sündlosigkeit. Christus streckt uns aber immer wieder seine Hand entgegen und hilft uns aufzustehen, wie es im Bibelwort steht. Ergreifen wir seine Hand, damit wir nicht wie die „Frevler“ im Unglück der Gottferne bleiben.

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn zeigt uns dazu sehr viel: Einmal den Sohn, der reich durch sein Erbe trotzdem alles verprasst. Dazu begeht er nach der jüdischen Lehre auch noch Todsünden bis hin zu seiner Station als Schweinehirt. Aber es kommt eine Wende in seinem Denken und er macht sich auf den Weg zurück zu seinem Vater. Ihm beichtet er seine Sünden, tut Buße und will allenfalls als Tagelöhner bei ihm arbeiten. Was macht da-gegen der Vater? Er umarmt ihn, küsst ihn, gibt ihm ein neues Kleid, neue Schuhe, einen Ring und lässt ein Fest feiern. So begegnet auch uns Gott, wenn wir gefallen waren und zurückkehren. Zu diesem Gleichnis habe ich viele Jahre gedacht, wie kann man nur so töricht sein und seinen Reichtum verprassen. Bis in einem Gottesdienst mir die Erkenntnis kam, das bin ich! Auch ich verspiele immer mal wieder den erhaltenen Frieden, die erhaltene Gnade, den Reichtum meiner Gotteskindschaft. Aber ich darf wiederkommen!

Und da gab es ja auch den anderen Sohn. Der ärgerte sich über die Großzügigkeit seines Vaters gegenüber seinem Bruder. Ihr Lieben, das ist auch ein Bild für uns. Oft vergleichen wir uns mit anderen. Gönnen wir doch unserem Nächsten „die Butter auf dem Brot“ und insbesondere das Heil in Christo! Amen.

Auszug aus der Predigtzugabe von Hirte Emmerich

Es ist heute ein besonderer Tag für die Gemeinde, bei dem wir zum Glück nicht jeder für sich alleine ist, sondern wir hier Gemeinschaft haben. Und das Schönste, Jesus ist in unserer Mitte!

Ich dachte bei mir, jeder von uns kann mit dem Bild des Falles etwas anfangen. Was für ein Trost, Gott unser himmlischer Vater begegnet uns so wie im Gleichnis der Vater seinem Sohn. Das ist nicht nur eine schöne Geschichte, das ist Realität und Substanz, die uns stärkt. Ich dachte aber auch an den Elia. Eben noch ein Glaubensheld und einen Tag später verzagt. Wie begegnet ihm Gott? Mit Wasser und Brot und der Aufforderung, iss und trink und stehe auf und gehe deinen Weg.

So begegnet uns auch heute unser Gott; und dies mit noch mehr, nämlich mit Sündenvergebung, Brot und Wein. Amen

Vorbereitung des Heiligen Abendmahls durch den Apostel

Das verzagt Sein des Elia ist aus dem Erleben seines Gottes mit den Baals-Priestern kaum nachvollziehbar. Aber solche Wechselbäder erleben wir auch. Jetzt aber kommt Christus und will uns stärken, denn in der Aussonderung kommen zu der Materie Brot und Wein sein Leib und sein Blut hinzu. Der Auferstandene begegnet uns. Das ist ein Vorgeschmack der Gemeinschaft mit ihm in der Herrlichkeit.

Nach Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahles beendet der Apostel den Gottesdienst mit der Bitte in seinem Schlussgebet, dass jeder in der kommenden Zeit fühlen und erleben darf, dass Gott bei uns ist.

Apostel Gerd Kisselbach

26. Februar 2024
Text: Heinz Walter
Fotos: Sandra Hermelbracht

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