Am Mittwochabend, 16. Oktober 2024 kam Apostel Gerd Kisselbach in die Neuapostolische Gemeinde nach Bad Brückenau. Zu diesem Gottesdienst waren die Gemeinden Bad Brückenau und Schlüchtern sowie die Gemeindevorsteher des Kirchenbezirkes Offenbach eingeladen. Es war vorgesehen dass in diesem Gottesdienst ein Kindlein das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfangen soll (Heilige Versiegelung = Spendung des Heiligen Geistes durch einen Apostel, Empfang der Gotteskindschaft / Anmerkung der Redaktion).
Der Gottesdienst begann mit dem von der ganzen Gemeinde gesungenem Lied (GB Nr. 140): ‚Wie schön ist’s doch, wenn im Gebet‘. Als Textwort für diesen Gottesdienst diente das Bibelwort aus Lukas 18, 6-8: ‚Da sprach der Herr: Hört, was der ungerechte Richter sagt! Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er bei ihnen lange warten? Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, wird er dann Glauben finden auf Erden‘? Nach dem verlesen des Textwortes, spielten die Instrumentalisten das Lied (MC Nr. 4): ‚Gott ist Liebe und wer in der Liebe bleibt der bleibt in Gott und Gott in ihm‘.
Bibellesung
Da der für diesen Abend vorgesehene Gottesdienst ein Bibelkundegottesdienst war, folgte eine Bibellesung aus dem Lukasevangelium 18, 1-8. Es las Schwester Dagmar Köhler. Hier ist das Gleichnis Jesu berichtet, in dem er erzählte von einer Witwe, die bei einem ungerechten Richter ihr Recht verlangte, der Richter ihr nicht wirklich zu ihrem Recht verhelfen wollte, aber er es um des beständigen Bittens der Witwe doch tat.
Wert der Beständigkeit
Der Apostel sagte, man könne nun viel über die Witwe sprechen oder warum es ungerechte Richter gebe, aber darum gehe es nicht. Der Gottessohn wollte mit diesem Gleichnis auf die Beständigkeit des Bittens hinweisen. Oft macht man die Erfahrung, wenn man einmal zu einem Handwerker hingeht, passiert erst einmal gar nichts. Aber wenn man immer wieder nachfragt, dann kommt eines Tages der Handwerker doch. So wies Jesu in diesem Gleichnis auf den Wert der Beständigkeit hin. Wenn in diesem Gleichnis schon der ungerechte Richter am Ende der Witwe zu ihrem Recht verholfen hat, wieviel mehr wird der Ewige Gott, unser himmlischer Vater, das Bitten derer, die zu ihm beten hören und ihnen das Geben, was gut für sie ist.
Beten wirkt!
Das Jahr 2024 steht unter dem Jahresmotto ‚Beten wirkt‘! So rief der Apostel die Gottesdienstteilnehmer auf allezeit zu beten und nicht nachzulassen. In der Anbetung wird Gott uns groß. Beim Danken wird uns bewusst, was der große Gott alles für uns getan hat. All unsere Bitten dürfen wir ihm sagen. In der Fürbitte kommt die Nächstenliebe zum Ausdruck.
Nehmen wir dieses Gleichnis Jesu um wieder einmal auf unser Gebetsleben zu schauen und den Wert des Gebetes uns recht bewusst zu machen. Es mag uns ein Bedürfnis sein mit Gott immer wieder in Verbindung zu treten. Schön ist es nicht nur alleine zu Gott zu beten, sondern es auch miteinander zu tun. In der Gemeinde, in der Partnerschaft, in der Familie, es gibt viele Möglichkeiten.
Heilige Versiegelung
Nach dem Gebet ‚Unser Vater‘ und der Sündenvergebung folgte die Heilige Versiegelung. Anschließend feierte der Apostel mit der Gemeinde Heiliges Abendmahl. Nach Schlussgebet und Segen sang spontan ein Männerchor aus anwesenden Teilnehmern zum Abschluss des Gottesdienstes.
v.l. Apostel Gerd Kisselbach, Bezirksevangelist Jens Schölzel, Bezirksvorsteher Steffen Möll, Gemeindevorsteher Bernd-Walther Kiesel
19. Oktober 2024
Text:
Bernd W. Kiesel
Fotos:
Dagmar Köhler
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