Die neuapostolische Kirchengemeinde in Aschaffenburg freute sich am Mittwochabend, dem 29. November 2023, auf den ersten Gottesdienst im Bezirk mit Apostel Gerd Kisselbach. Infolge eines Kirchenleitungswechsel betreut der am 29. Oktober 2023 neu ordinierte Apostel unter anderem den Bezirk Offenbach, zu welchem die Gemeinde Aschaffenburg zählt.
Grundlage für den Gottesdienst bildete das Bibelwort „Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.“ (1Joh 4,14).
Nach dem Eingangsgebet stimmte der Gemeindechor die versammelten Gläubigen mit dem Kanon „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht; es hat Hoffnung und Zukunft gebracht; es gibt Trost, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten, ist wie ein Stern in der Dunkelheit.“ (NAK Jugendliederbuch Nr. 49) auf den Predigtteil ein.
Vorstellung des Apostels
„Nachdem dies mein erster Gottesdienst im Bezirk und in eurer Gemeinde ist, möchte ich mich mit drei wesentlichen Dingen in meinem Leben vorstellen", begann der Apostel:
„Ich glaube an die Wiederkunft Jesu Christi, ich warte auf die Wiederkunft Christi und ich freue mich auf die Wiederkunft Christi.
Das ist sicher auch das Wichtigste hier in der Gemeinde und so haben wir den gleichen Weg und das gleiche Ziel. Dieser Weg ist der Weg himmelan und ich freue mich, dass wir diesen gemeinsam gehen können.“ So die Ausführungen des Apostels.
Licht und Dunkelheit
Unter Bezugnahme auf das eingangs gesungene Chorlied erläuterte der Apostel, dass Dunkelheit die Abwesenheit von Licht ist und Dunkelheit die Sünde unseres Menschseins bedeutet. Das Licht ist bei Gott und die Sünde führt uns weg von Gott. Folglich führt Sünde in die Dunkelheit.
Die Botschaft: Wir haben einen Heiland!
„Die Botschaft des heutigen Abends lautet: Wir haben einen Heiland“ so der Apostel.
Nach der Geburt Jesu berichten uns die Evangelien über die Lehre Jesus Christus, Opfertod, Auferstehung und Himmelfahrt sowie von der Verheißung der Wiederkunft Christi. In dem zu Grunde gelegten Bibeltext bekräftigt Apostel Johannes als Augenzeuge der damaligen Gemeinde, dass er gesehen hat und bezeugen kann, dass der Vater den Sohn als Heiland der Welt auf die Erde gesandt hat, ausgestattet mit der Vollmacht Gottes.
Dieses Zeugnis gibt uns Sicherheit in der heutigen Zeit und lässt uns auf Jesus Christus als unser großes Vorbild sehen und ihm nachfolgen. Der Geist Gottes zeigt uns den Weg zu Gott und dem Ziel unseres Glaubens, geführt aus der Dunkelheit in das Licht und damit ewig in die Gemeinschaft mit Gott.
Gottesbeziehung
Nachfolge Christi bedeutet zu leben wie Jesus Christus und nach seinem Vorbild eine ständige Verbindung im Gebet mit Gott zu pflegen.
„Nichts Äußeres sollte uns beeinflussen, die Verbindung zu Gott zu pflegen. Nichts soll uns beeinträchtigen, was unsere Gottesbeziehung stört und achten wir auf unsere Gottesbeziehung. Folgen wir Christus nach als unserem Heiland und suchen wir immer die Beziehungswege zu unserem Vater“, so der Aufruf des Apostels an die Gemeinde.
Im Weiteren erläuterte der Apostel, dass Nachfolge auch bedeute, sich an dem Willen Gottes auszurichten und bereit zu sein, Gott und dem Nächsten zu dienen. Als Beispiel für die dienende Liebe am Nächsten hat uns Jesus das Gleichnis des barmherzigen Samariters gegeben (vgl. Lk 10, 25-37).
Übereinstimmung von Rede und Handeln
Im Predigtbeitrag unterstrich der Bezirksvorsteher Steffen Möll ein herausragendes Merkmal aus dem Leben Jesus Christus: Reden und Handeln standen stets im Einklang. Daraus leitete der Bezirksvorsteher die Frage ab: Ist in unseren Reden Christus hörbar und wird in unserem Leben Christus schon ein Stück sichtbar?
Nach Vaterunser-Gebet, der Sündenvergebung, dem Heiligem Abendmahl und dem trinitarischem Segen war der Festgottesdienst beendet.
Ein zum Ausklang vom Chor vorgetragenes Lied aus dem neuapostolischen Gesangbuch (Nr. 180) mit dem Refrain „…HERR bleib bei mir!“ brachte den Wunsch der versammelten Gemeinde zum Ausdruck.
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