Zu einem besonderen Gottesdienst für Mitglieder und Gäste ab 60 Jahren kamen am 15. März 2026 zahlreiche Gläubige aus dem Kirchenbezirk Offenbach in der Gemeinde Hanau zusammen. Bezirksvorsteher Evangelist Steffen Möll stellte dabei ein Bibelwort in den Mittelpunkt, das zum Nachdenken über den eigenen Glauben und die Liebe Gottes anregte.
Die Gemeinde Hanau war am Sonntagvormittag Treffpunkt für die Generation Ü60 im Kirchenbezirk Offenbach. Bezirksvorsteher Evangelist Steffen Möll begrüßte die Gottesdienstbesucher herzlich und erinnerte daran, dass sich diese besonderen Zusammenkünfte inzwischen fest im Bezirksleben etabliert haben. Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenssituationen waren vertreten: noch Berufstätige ebenso wie Ruheständler, Ehepaare mit vielen gemeinsamen Jahren und auch Gläubige, die ihren Partner bereits verloren haben.
Grundlage der Predigt bildete ein Wort aus Hesekiel 11,19.20: Gott wolle den Menschen „ein neues Herz und einen neuen Geist“ geben. Bezirksvorsteher Möll griff diesen Gedanken auf und führte ihn in die Gegenwart der Gläubigen. Viele hätten im Laufe ihres Lebens bereits große Gaben empfangen – die Taufe, die Versiegelung (Empfang des Heiligen Geistes durch einen Apostel) und die Gemeinschaft mit Gott. Gerade im Alltag gehe jedoch leicht in Vergessenheit, welch großes Geschenk darin liege. Entscheidend sei, sich dieses Reichtums immer wieder bewusst zu werden.
Der Blick in die Heilsgeschichte verdeutlichte, wie Gott seinem Volk im alten Bund das Gesetz gab – ein Weg, der für den Menschen letztlich zu schwer blieb. Mit Jesus Christus begann ein neuer Bund: das Gesetz der Liebe. „Liebe Gott und deinen Nächsten“ – darin habe Christus selbst das göttliche Gebot vollkommen erfüllt. Dieses neue Leben sei im Herzen des Menschen verankert, erfüllt vom Heiligen Geist und getragen vom Glauben.
Predigtbeitrag Bezirksevangelist Schölzel
Dass dieses „fleischerne Herz“ auch heute Orientierung gibt, unterstrich anschließend Bezirksevangelist Jens Schölzel. Er erinnerte an die Begegnung des Nikodemus mit Jesus und an die Aufforderung, von Neuem geboren zu werden. Die wichtigsten Entscheidungen im Leben, so seine Überzeugung, träfen Menschen nicht allein mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen – dort, wo Gottes Liebe wirke. Diese Liebe sei ein Geschenk, das Christen immer wieder neu bewusst werden müsse.
Predigtbeitrag Hirte Emmerich
Hirte Dieter Emmerich griff den Gedanken auf und betonte, dass Jesus Christus nicht gekommen sei, um Bestehendes lediglich auszubessern. Er habe vielmehr etwas völlig Neues gebracht: die Liebe Gottes. Wo diese Liebe Raum gewinne, verschwänden Neid, Unversöhnlichkeit und vieles, was Menschen voneinander trenne.
Am Ende des Gottesdienstes rief Bezirksvorsteher Möll dazu auf, die eigenen Absichten stets im Herzen zu prüfen. Nicht alles gelinge im Leben vollkommen – doch Gott sehe die Haltung des Herzens. Mit Gebet, Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls klang der Ü60-Gottesdienst aus. Viele der Teilnehmenden blieben anschließend noch zusammen und tauschten sich über eine Idee aus, die offenbar großen Anklang findet: Beim nächsten Treffen könnte es wieder eine gemeinsame Einkehr nach dem Gottesdienst geben.
17. März 2026
Text:
Bernd W. Kiesel
Fotos:
Eberhard Momberger
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
