Am Sonntag, 26. November 2025, lud die Gemeinde Hanau zu einer musikalischen Andacht ein. Das im Verlauf eines Probenwochenendes vom Gemeindechor eingeübte Programm diente der inneren Vorbereitung auf den Gedenkgottesdienst für Seelen in der Ewigkeit am 2. November 2025.
Bezirksvorsteher Evangelist Steffen Möll begrüßte die Anwesenden und erläuterte kurz den Hintergrund der Andacht sowie deren Ablauf.
Ich brauch dich allezeit
Der erste Teil der Andacht trug die Überschrift „Ich brauch’ dich allezeit!“ und vermittelte unser Bedürfnis nach Gottes Nähe, Begleitung und nach seiner Gnade.
Zu Beginn waren alle Anwesenden eingeladen, das bekannte Lied „Näher mein Gott zu dir“ mitzusingen. Mit den Liedern „Wohin soll ich mich wenden“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert und „Ich brauch’ dich allezeit“ unterstrich der Chor eindrucksvoll unsere Einstellung gegenüber Gott und unsere Hinwendung zu ihm.
In dem vom Klavier begleiteten Sopransolo „Herr, den ich tief im Herzen trage“ von Ferdinand Hiller kamen die Erkenntnis der eigenen Unzulänglichkeit und die Bitte um Gottes Hilfe und Begleitung „bis an das Ende meiner Tage“ zum Ausdruck. Der erste Teil der Andacht endete mit dem englischsprachigen Titel „Hear my prayer“.
Gott ist mit uns an jedem Tag
Den zweiten Teil, der mit „Gott ist mit uns an jedem Tag“ überschrieben war, leitete Evangelist Steffen Möll mit einigen Gedanken zu dem vorangegangenen Liedvortrag ein, wo es in der dritten Strophe sinngemäß übersetzt heißt: „Wenn mein Werk auf Erden getan ist und du kommst, um mich nach Hause zu holen, möchte ich dich sagen hören: Gut gemacht! Sünde und Leid sind dann Vergangenheit.“
Im Anschluss sangen alle Anwesenden gemeinsam das Lied „So nimm denn meine Hände“. Darauf folgte ein Gedichtvortrag: „Der Gottsucher“ von Gustav Schüler. Als Antwort darauf trug der Chor das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ vor, dessen Text aus einem Brief von Dietrich Bonhoeffer an seine Verlobte kurz vor seiner Hinrichtung stammt, und das mit den Worten endet: „Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“ Diese Gewissheit kann uns Frieden in unruhigen Zeiten geben, was durch das folgende Violinsolo „O Friede, Gottes Friede“ mit Klavierbegleitung stimmungsvoll und nachdrücklich unterstrichen wurde. Das Chorlied „Herr, du hast mein Fleh´n vernommen“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert vermittelte schließlich neben dem Vertrauen auf Gottes Hilfe auch ein Gefühl der Freude, weil er uns nah ist und unser Bitten erhört.
In him i have a friend
Die letzten beiden Chorvorträge wurden mit Klavier bzw. Klavier und Violine ausdrucksstark begleitet. Im Refrain des Liedes „In him I have a friend“ von dem neuapostolischen Priester und Komponisten Jeremy C. Dawson wird die schöne Erkenntnis betont: „Ja, Gott ist jederzeit für mich da und ich erkenne, dass mich mein Heiland und Erlöser liebt – bis zum Ende.“
Meine Zeit steht in deinen Händen
Eine wohltuende Bestätigung gab das Schlusslied „Meine Zeit steht in deinen Händen“, in dem es immer wieder heißt: „Du gibst Geborgenheit!“ – selbst wenn wir, wie in der dritten Strophe beschrieben, Tage oder gar Jahre durchleben müssen, deren Sinn sich uns nicht erschließt. Das Lied endet mit der Bitte: „Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir!“
Nach einigen abschließenden Gedanken von Evangelist Steffen Möll und einem Gebet sangen alle Anwesenden noch gemeinsam das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“.
Danach ließen es sich die Anwesenden nicht nehmen anhaltend zu applaudieren, wofür der Chor sich mit der Zugabe „Majesty (Here I am)“ bedankte. So endete die Andacht mit dem Loben und Preisen der Majestät Gottes, der seinen Sohn als Erlöser zu uns Menschen sandte und uns damit seine grenzenlose Liebe und Gnade erwies.
28. Oktober 2025
Text:
Heinz Walter
Fotos:
Andreas Wagner
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