Ein besonderes Highlight an einem ganz besonderen Wochenende: Das Orgelkonzert am Samstag, 13.09.2025, dem Tag der offenen Tür der Gemeinde Kinzigtal.
Mit dem Organisten Dr. Johannes M. Schröder, Kantor der St. Bonifatius-Gemeinde zu Wiesbaden konnte die Gemeinde einen hervorragenden Musiker gewinnen, der in beeindruckender Weise die Stücke des von ihm zu diesem Anlass erstellten Programms vortrug.
So erklang die Musik verschiedener Epochen und Stilrichtungen von Komponisten wie Marcel Dupré, Edward C. Bairstow bis hin zu Markus Frank Hollingshaus, wobei Schröder die Möglichkeiten des Instruments zur Geltung bringen konnte und auch, wenn –so bei Klaus Wallraths Choral varié- nur das Pedal zum Einsatz kam, mit Virtuosität zu überzeugen wusste.
Im Programm enthalten waren auch eigene Kompositionen, denn aus der Gemeinde kam der Wunsch nach zwei Improvisationen über Lieder aus dem neuapostolischen Gesangbuch:
- Das sei alle meine Tage aus Gesangbuch 363
- Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen aus Gesangbuch 325
Alle Zuhörer und Besucher spendeten langanhaltenden Beifall und drückten so ihre Dankbarkeit und Freude aus.
Vita des Organisten
Johannes M. Schröder (*1991) erhielt bereits vor dem Studium Unterricht bei Domorganist Prof. Stefan Schmidt (Würzburg) und Prof. Peter Schneider (Essen). Von 2011 bis 2017 studierte er katholische Kirchenmusik und Konzertfach Orgel im Bachelor- und Masterstudium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (Literaturspiel und Improvisation bei Prof. Johannes Geffert und Prof. Thierry Mechler, Satzlehre bei Prof. Johannes Schild). Im Jahr 2011 wurde er von der Stiftung DEY des Bistums Limburg als Stipendiat aufgenommen.
Meisterkurse absolvierte er bei Frédéric Blanc (Paris), Nicolas Kynaston (London) und Olivier Latry (Paris).
Seit Januar 2022 ist Schröder Kantor der Wiesbadener Innenstadtkirche St. Bonifatius, im Februar desselben Jahres wurde er an der Hochschule für Musik Mainz zum Doktor der Musiktheorie promoviert; sein Forschungsschwerpunkt liegt in der französischen Musik um 1900. Seine jüngste Monographie hat das musikalische Schaffen von Camille Saint-Saëns zum Thema und erscheint 2026 im Laaber-Verlag. Schröders Konzerttätigkeit führte ihn unter anderem an die Domkirchen von Köln, Limburg, Speyer, Würzburg, Brügge, Riga und die Kölner Philharmonie. Als Komponist und Herausgeber arbeitet er für die Musikverlage Breitkopf & Härtel, Butz, Carus und Dehm.
Von 2021 bis 2025 war er Lehrbeauftragter im Fach Musiktheorie an der Hochschule für Musik Mainz, von 2021 bis 2024 lehrte er Musiktheorie und Orgel an der Wiesbadener Musikakademie.
Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle das musikalische Großprojekt “Klaisorgeln” der St. Bonifatius bleiben, denn Schröder darf sich auf eine neue Orgel freuen. Interessierte können sich unter bonimusik.de informieren.
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