Der Gottesdienst am Sonntag, 3. Mai 2026, stand unter dem Bibelwort aus Apostelgeschichte 4,12: „Und in keinem anderen ist das Heil." Im Mittelpunkt standen die Predigt über die Bedeutung des Namens Jesu Christi für das Heil der Menschen sowie die Feier der Heiligen Wassertaufe für Leano. Geleitet wurde der Gottesdienst von Gemeindevorsteher Priester Marcus Möll.
Bereits zu Beginn des Gottesdienstes wurde die besondere Bedeutung des Altars hervorgehoben: als Ort der Begegnung zwischen Gott und Mensch, zwischen Zeit und Ewigkeit. Die Gemeinde blickte dankbar auf erfahrene Bewahrung und Hilfe zurück, brachte aber ebenso persönliche Anliegen und Bitten im Gebet vor Gott. Die Atmosphäre war ruhig, gesammelt und von Erwartung geprägt.
Grundlage der Predigt war das Wort aus Apostelgeschichte 4,12. Priester Marcus Möll griff dabei ein Bild aus dem Alltag auf: So wie es nur eine Notrufnummer gebe, gebe es auch nur einen Namen, in dem Heil und Rettung zu finden seien – Jesus Christus. Während Menschen bei körperlichen Beschwerden einen Arzt aufsuchen, brauche die Seele den „Seelenarzt" Christus. Sünde, so wurde erläutert, trenne von Gott und lasse den Menschen vom Weg abkommen. Das Kreuz Christi wurde dabei als Brücke beschrieben, die die Trennung zwischen Gott und Mensch überwindet.
Blick in die Apostelgeschichte
Anschaulich schilderte die Predigt auch die Ereignisse aus der Apostelgeschichte: Petrus und Johannes begegnen einem gelähmten Mann am Tempel und heilen ihn im Namen Jesu Christi. Das Wunder sprach sich schnell herum und führte dazu, dass sich viele Menschen dem Glauben zuwandten. Zugleich rief es den Widerstand des Hohen Rates hervor. Die Apostel wurden gefragt, in wessen Auftrag sie handelten. Petrus bekannte daraufhin klar, dass Rettung allein in Jesus Christus zu finden sei.
Auch die Gemeinde wurde ermutigt, im Alltag Zeugnis vom Glauben abzulegen – nicht laut oder aufdringlich, sondern klar in der eigenen Haltung und Ausrichtung.
Ein Satz aus der Predigt blieb vielen Gottesdienstteilnehmern besonders im Gedächtnis: „Die Zeit heilt nichts – Jesus heilt uns in der Zeit." Damit wurde der Blick darauf gelenkt, dass Heilung und innerer Frieden nicht allein durch das Vergehen der Zeit entstehen, sondern durch die Zuwendung Christi.
Gottes Geist wirkt
In der Co-Predigt sprach Priester Andreas Rust über die Wirkung des Heiligen Geistes in der Gemeinde. Kirche sei mehr als ein Gebäude; das gemeinschaftliche Erleben des Glaubens werde durch Gottes Geist getragen. Dabei lud er die Gemeinde ein, mit allem, was das eigene Leben ausmacht, vor Gott zu treten. Wörtlich sagte er: „Komm wie du bist – hier ist Gnade."
Besonders mit Blick auf das Heilige Abendmahl wurde deutlich gemacht, dass Schuld nicht verborgen bleiben müsse, sondern im Glauben Christus gebracht werden dürfe. Viele Gottesdienstteilnehmer empfanden die Feier des Abendmahls als stillen Zuspruch und als Stärkung für den Alltag.
Heilige Wassertaufe für Leano
Ein besonderer Moment des Gottesdienstes war die Feier der Heiligen Wassertaufe für Leano. Begleitet vom Gemeindechor und Orgelspiel erklang das Lied „Weil ich Jesu Schäflein bin", während die Tauffamilie an den Altar trat.
Priester Marcus Möll berichtete in seiner Ansprache, dass er Leano bereits in der Woche zuvor kennenlernen durfte. Er beschrieb ihn als fröhliches Kind, das gern lächle und offen auf andere zugehe. Auch die Bedeutung des Namens „Leano", der mit „Strahlkraft" erklärt wurde, fand Erwähnung.
Deutlich wurde zudem die Verantwortung der Eltern, ihr Kind im Glauben zu begleiten und zu erziehen. Die Taufe wurde dadurch nicht nur als persönlicher Familienmoment erlebt, sondern bewusst in die Mitte der Gemeinde gestellt. Die Gottesdienstteilnehmer begleiteten die Segenshandlung aufmerksam und in großer Anteilnahme.
Gemeindesonntag in Gemeinschaft
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlusssegen kamen die Gemeindemitglieder und Gäste in den Nebenräumen der Kirche zusammen. Bei Getränken und kleinen Speisen wurde die Gemeinschaft gepflegt. Musikalisch begleitet wurde der Vormittag durch Beiträge der Flötengruppe, des Gemeindegesangs und des Chores.
Das Bibelwort „In keinem anderen ist das Heil" zog sich durch den gesamten Gottesdienst. Für die Gemeinde wurde es an diesem Sonntag als Zuspruch und Orientierung verstanden: als Hinweis darauf, dass Christen sich im Gebet und Vertrauen immer wieder an Jesus Christus wenden dürfen – persönlich und gemeinsam als Gemeinde.
6. Mai 2026
Text:
Astrid Körner
Fotos:
Annika Brückner
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