„Es ist der Herr.“ Diese vier Worte aus Johannes 21,7 waren die Kernaussage des Taufwortes, welches Bezirksevangelist Schölzel den beiden Täuflingen mit auf den Weg gab. Im Gottesdienst am Sonntag, den 1. Juni 2025 in Aschaffenburg empfingen zwei Seelen das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.
Der Taufhandlung voraus ging ein Predigtteil zum Bibelwort aus Apostelgeschichte 1,13a.14: „Und als sie hineinkamen, stiegen sie hinauf in das Obergemach des Hauses, wo sie sich aufzuhalten pflegten.[...] Diese alle waren stets beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern“. Bezirksevangelist Jens Schölzel ging in der Hauptpredigt auf die Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten ein, zu welcher die Jünger sich versammelten und auf die Verheißung des Heiligen Geistes warteten. Jesus hatte seinen Jüngern befohlen Jerusalem nicht zu verlassen, sondern auf die Verheißung zu warten und dies einmütig zu tun.
Zusammenhalt in der Gemeinschaft
Einmütigkeit definierte er als Zusammenhalt. Dieser Zusammenhalt beinhaltet damals wie heute das Hinwegsehen über Schwächen des Anderen, die besondere Verbindung im gemeinsamen Gebet und das Warten in der Gemeinschaft. Das Warten darauf, dass Gott handelt und seine Verheißung erfüllt. Wir sollen, wie einst die Jünger, stets darauf vertrauen, dass Gott einen Plan für unser Leben hat und uns auch die Kraft gibt, die von ihm vorgesehenen Wege zu gehen.
Heilige Wassertaufe
Bezirksevangelist Schölzel wählte als Taufwort ein Bibelwort aus Johannes 21,7: "Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr!". Diese Worte stammen aus einer Begegnung der Jünger mit Jesus am Seeufer. Nachdem sie von einem erfolglosen Fischfang zurückkehrten, sahen sie einen zunächst unbekannten Mann am Ufer stehen, der ihnen einen Rat gab. Als die Jünger dessen Rat befolgten und ihre Netze erneut auswarfen, erzielten sie einen unerwartet reichen Fang. In diesem Wunder erkannte Johannes den Herrn Jesus und verkündete voller Gewissheit zu Petrus: „Es ist der Herr!“. Der Bezirksevangelist führt nun weiter aus, was diese Aussage zu bedeuten hat. Wo tritt der liebe Gott vielleicht in dein Leben hinein und will dir sagen dass er da ist, dass es so sein soll? Wo ergeben sich überraschende Wege, neue Situationen, die genau so kommen sollten? Er bezog dies auch auf die persönliche Situation der beiden Täuflinge Timm Kruse und Ella Ann-Kathrin Franze und wie Gott ihren Weg bis hin zur Taufe gelenkt hat. In der danach folgenden Taufhandlung empfingen die beiden Seelen das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.
Nach der Taufhandlung erfolgte die Feier des Heiligen Abendmahls. Mit Gebet und Segen wurde der Gottesdienst beendet. Viele der Gottesdienstteilnehmer verweilten im Anschluss noch zum gegenseitigen Austausch und einem kleinen Imbiss in der Kirche.
3. Juni 2025
Text:
Julia Böhringer
Fotos:
Andreas Wagner
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