Am Sonntag, dem 28.04.2024, fand in der Neuapostolischen Kirche in Aschaffenburg die Konfirmation von fünf Konfirmanden aus den Gemeinden Klingenberg und Bad Orb statt. Die Gemeinde Aschaffenburg hatte an diesem Tag ihre Kirche an die Nachbargemeinde Klingenberg abgetreten, da diese nicht über die räumliche Kapazität für die erwartete Festgemeinde verfügt.
Zum festlichen Rahmen des Gottesdienstes trugen ein kleines Musikensemble und der Gemeindechor bei.
Als Eingangslied wählte der Dienstleiter, Bezirksvorsteher Evangelist Steffen Möll, das Lied Nr. 315 „Bewahr auf Deinen Wegen“ aus.
Die Grundlage für den Gottesdienst bildete das Bibelwort aus Johannes 14, Vers 6:
Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Evangelist Möll ging in seiner Predigt darauf ein, dass bei der Frage nach dem Weg immer zuerst das Ziel festgelegt werden müsse, mit der Frage: „Wo will ich eigentlich hin?“ Bei der Frage nach dem Ziel Himmel oder Hölle gäbe es kein Navi oder eine Schatzkarte. Der Weg ist allerdings für jeden klar erkennbar, denn er liegt im Evangelium. Jesus dient als Vorbild und gibt die Regeln für den richtigen Weg vor. Evangelist Möll fügte weiter an, dass es – vor allem noch in den Zeiten ohne Navi – schwierig sei, sich in einer z.B. großen Stadt wie Paris zurechtzufinden. Es sei immer schön, wenn jemand konkret seine Hilfe anbiete und den Weg zeige. Hier forderte er die Gemeinde auf, den jugendlichen Geschwistern Wegbegleiter und Wegweiser zu sein. Auch hierin ist Jesus ein großes Vorbild gewesen, der viele Menschen an die Hand genommen hat und ihnen den richtigen Weg gewiesen hat.
Die Antwort auf die Frage nach der Wahrheit sei nicht leicht. In der heutigen Zeit mit Fake News und künstlicher Intelligenz sei es wirklich schwierig, festzustellen, was wahr ist. Die Jugendlichen sollten immer hinterfragen, was hinter den Dingen stecke. Er wünsche ihnen, dass sie durch Erlebnisse mit Gott immer mehr in die Fähigkeit kämen, die Wahrheit zu erfühlen. Weiterhin sprach er das Lied „Nimm Jesus in Dein Lebensschiff“ an. Jesus in das Lebensschiff zu nehmen, ginge durch Gebet und durch das Hören auf den Heiligen Geist, den die Konfirmanden alle in sich tragen.
Für den Punkt Leben führte Evangelist Möll aus, dass ein wesentlicher Punkt wäre, dass man Liebe erfahre. Ein Leben ohne Menschen, die einen lieben und einem allein durch ihre Anwesenheit das Leben schöner machen, sei kein schönes Leben. Auch hierin ist Jesus unser Vorbild. Jesus ist immer unser Freund, auch wenn wir richtig schlechte Tage haben oder uns Dinge umtreiben, über die wir mit keinem reden wollen. Jesus als unser Seelenfreund ist immer da und uns immer gnädig.
Predigtbeitrag
Zu einem weiteren Predigtbeitrag wurde der Konfirmandenlehrer Priester Olaf Brüggemann an den Altar gebeten. Er bedankte sich zunächst für die schöne Lehrzeit. Priester Brüggemann griff das Beispiel eines Navis auf. Es gäbe hier verschiedene Möglichkeiten, einen Weg festzulegen, wie z.B. der kürzeste, der schnellste, der spritmäßig günstigste, landschaftlich schönste etc..
Würde man dann allerdings z.B. nach Sylt fahren, gäbe es am Schluss nur einen Weg, nämlich den über den Hindenburgdamm. Das wäre alternativlos, um mit dem Auto nach Sylt zu kommen. So ist auch Jesus für uns als Weg alternativlos. Er allein ist der Weg zum Himmelreich. Ebenso stellte Priester Brüggemann das Beispiel eines LKW ohne und mit Servolenkung in den Raum. Es wäre viel leichter, ein Fahrzeug mit Servolenkung zu steuern als ohne. So sei bildlich Jesus unsere Lenkhilfe.
Nach der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl und der Sündenvergebung wurde zunächst der Konfirmandenbrief, den der Stammapostel den Konfirmanden schrieb, von der Konfirmandenlehrerin Anja Wassermann vorgelesen.
Der Gemeindechor bereitete die Konfirmation mit dem Lied „Jesus bleib in meinem Leben“ vor.
Ansprache zur Konfirmationshandlung
In der Ansprache zur Konfirmationshandlung erzählte Evangelist Möll den Konfirmanden die Begebenheit, als ein Professor ein Glas nahm und darin große Steine legte und fragte, ob das Glas voll sein. Auf die Antwort der Studenten „Ja“ füllte er kleinere Steine in das Glas und fragte erneut, ob das Glas voll sei. Auf das erneute „Ja“ der Studenten füllte er Sand in das Glas. Anhand des Beispiels erklärte Evangelist Möll, dass die Jugendlichen bitte immer zuerst die wirklich wichtigen Dinge in das Glas des Lebens füllen sollten. Das sei Jesus Christus, Gott und der Heilige Geist. Danach kämen die kleineren Dinge wie Hobbys.
Nach dem „Ja“ der Konfirmanden zum Bekenntnis zu Christus und dem gemeinsam gesprochenen Konfirmationsgelübde folgte die Segenshandlung durch Handauflegung durch unseren Evangelisten.
Die Gemeinde feierte dann das Heilige Abendmahl. Daraufhin wurde der Gottesdienst mit Gebet und Segen beendet. Im Anschluss konnte die Festgemeinde den Konfirmanden gratulieren.
13. Mai 2024
Text:
Anja Wassermann
Fotos:
Andreas Wagner
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