Am Sonntag, 9. Februar, waren die Glaubensgeschwister des Kirchenbezirks Offenbach ab 60 Jahren zu einem besonderen Gottesdienst in die Kirche Hanau eingeladen. Auch die Gemeinde Hanau nahm daran teil. Der Gottesdienst wurde von Bezirksvorsteher Evangelist Steffen Möll durchgeführt. Grundlage war das Bibelwort aus Psalm 26,8: „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt.“ Nach der Schriftlesung sang der Chor das Lied Nr. 130: „Ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort, wo du stehst, ist heilig.“
Evangelist Möll begrüßte die zahlreich erschienenen Teilnehmer und sprach unter Bezugnahme auf das Chorlied über Moses, dem Gott im brennenden Dornbusch erschien und sprach: „Ziehe deine Schuhe aus.“ Ebenso begegnete Gott Josua, als dieser vor Jericho stand und forderte ihn auf, seine Schuhe abzulegen, weil er sich auf heiligem Boden befand (Josua 5,15). Diese Aufforderung gelte auch uns heute, wo immer wir Gottes Nähe spüren.
Weiter sagte er: „Ich frage mich, was klebt an meinen Schuhen und welche Spuren habe ich in der letzten Woche hinterlassen“? Er rief dazu auf, sich bewusst zu machen, welche Spuren wir hinterlassen: Spuren des Segens, der Liebe und Geduld oder Dinge, die besser hätten laufen können? Gott fordert uns auf, so zu ihm zu kommen, wie wir sind – mit Fehlern und Schwächen. Entscheidend sei, den Moment zu nutzen, in dem Gott sich offenbart.
Miteinander der Generationen
Der Bezirksvorsteher sprach über die sich wandelnden Generationen in der Gemeinde. Früher war mit 30 Jahren das Jugendalter oft beendet, heute fühlen sich viele mit weit über 30 noch dazugehörig. Ebenso ist die Definition von Senioren heute offener. Entscheidend sei, dass alle die Gemeinschaft im Hause Gottes suchen. Gerade die ältere Generation bringe einen besonderen Glaubensschatz mit, den sie an die Jüngeren weitergeben solle. Die bei den erfahrenen Gläubigen erworbene Glaubenssubstanz stelle nicht infrage, ob im Gotteshaus Gottes Ehre wohnt, man habe diese Stätte liebgewonnen, weil man auf selbst erlebte Begegnungen mit Gott zurückblicken könne.
Predigtzugabe
Bezirksevangelist Jens Schölzel stellte die Frage, warum Gott an bestimmten Orten erschien. Er war nicht wegen des Ortes da, sondern wegen der Menschen – sei es Moses, Josua oder Jakob. Auch heute begegnet Gott uns an Orten, an denen wir ihn suchen.
Überleitung zum heiligen Abendmahl
Der Gottesdienst führte zur Feier des heiligen Abendmahls. Es wurde daran erinnert, dass im Tempel das bronzene Becken zur Reinigung stand. Heute treten wir symbolisch an den Altar, um uns von der Sünde zu reinigen und das heilige Mahl bewusst zu erleben.
Beauftragung zweier neuer Seniorenbeauftragter
Im Anschluss wurden die Priester i.R. Uwe Templin und Peter Reichardt als Bezirksseniorenbeauftragte mit Gebet und Segen beauftragt.
Der Gottesdienst endete mit dem Schlussgebet und dem dreifachen Amen.
Bezirksvorsteher Evangelist Steffen Möll
16. Februar 2025
Text:
S. Möll,
Peter Reichardt
Fotos:
Andreas Wagner
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