Am Sonntag, dem 26. Januar 2025 fand in der Kirche in Aschaffenburg ein Kindergottesdienst für 10-14-jährige statt. Eingeladen waren alle Kinder dieser Altersgruppe aller Gemeinden des Kirchenbezirkes Offenbach. Geleitet wurde der Gottesdienst von Priester Christoph Liss.
Zum Beginn des Gottesdienstes sang die kleine Gemeinde das Lied GB 242 :„Lasst die Herzen immer fröhlich". Dem Gottesdienst legte Priester Liss das Textwort aus Hebräer 13,16 zugrunde: „Vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen; denn an solchen Opfern hat Gott Gefallen“.
Schnell war klar, dass der erste KiGo des neuen Jahres das Jahresmotto der Neuapostolischen Kirche „Es ist Zeit, Gutes zu tun“ zum Inhalt hatte.
„Es ist Zeit, Gutes zu tun“
Priester Liss führte hierzu Gedanken des Stammapostels Jean-Luc Schneider aus. Zunächst stand der Gedanke im Raum, wie wir uns selbst etwas Gutes tun können, indem wir uns mit unserem Glauben beschäftigen.
Anderen Gutes tun
Recht schnell kam aber auch der Gedanke auf, dass und wie wir anderen Gutes tun können. Doch wie können Kinder dem Nächsten und besonders auch in der Gemeinde Gutes tun. Oder können das nur die Erwachsenen? Schnell war klar: Gutes kann jeder tun, egal wie alt man ist. Oft geht das auch gemeinsam, stellte Priester Liss heraus, so wie das die Gemeinde im Eingangsgebet getan hatte, als sie im Gebet unter anderem für die Opfer des Anschlags eingetreten war, der sich wenige Tage zuvor nicht weit entfernt, hier in Aschaffenburg, ereignet hatte.
Priester Liss berichtete auch von einem eigenen Erlebnis, als er etwas Gutes getan hat, als er einem Obdachlosen ein Essen ausgegeben hatte und damit bei diesem eine große Freude auslösen konnte, gleichwohl er damit nicht alle Probleme seines Gegenübers lösen konnte.
Ein letzter Punkt, besonders auch bezogen auf die Gemeinde, war das Thema Streit. Schon Kinder können dazu beitragen, dass Streit nicht eskaliert. Schlichten, entschuldigen, vermitteln bei einem Streit, das trägt zum Frieden bei.
In den beiden anschließenden Gruppenarbeiten beschäftigten sich die kleinen und großen Gottesdienstteilnehmer zum einen mit der Frage: „Wo bzw. wie kann ich im Alltag Gutes tun oder habe selbst Gutes erlebt, dass mir andere getan haben?“ Beispielhaft wurden dazu einige wahre Geschichten von Kindern im entsprechenden Alter vorgestellt, bevor eigene Ideen gesammelt wurden. Zum Abschluss entstand durch eine kleine bewegte Übung ein sehr berührender Impuls mit vielen Ideen zum Thema „Gutes tun und Gutes erleben“.
Meine Gemeinde 2028
Die andere Gruppe erstellte ein Plakat zum Thema „Meine Gemeinde 2028“. In dieser Gruppe äußerten einige der diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden Ihre Gedanken wie folgt:
- Meine Gemeinde - wie lerne ich die anderen Gemeindemitglieder besser kennen und sie mich?
- Mehr englische und mehr moderne Lieder im Chor
- Ein gemeinsames Orchester, nicht nur mit den klassischen Instrumenten,
sondern gerne auch mit Saxofon und Co. - Meine Gemeinde ist schon ganz ok, sie wie ist.
Die Freude darüber soll bleiben bzw. immer mehr werden.
Zum Abschluss des Gottesdienstes stellten beide Gruppen ihre Ergebnisse vor, bevor Priester Liss zum Höhepunkt des Gottesdienstes überleitete. Er stellte dazu heraus, dass Gutes tun keine Einbahnstraße ist. Auch unser himmlischer Vater und sein Sohn tun uns Gutes, besonders bei der Sündenvergebung und im Heiligen Abendmahl. Der Sohn Gottes ist uns niemals so nah, wie im Augenblick des Heiligen Abendmahls. Wir nehmen ihn auf und mit seiner Hilfe können wir weiter Gutes tun.
Nach dem Gottesdienst erhielten alle Gottesdienstteilnehmer einen besonderen Glückskeks, zur Erinnerung an diesen Sonntagmorgen.
28. Januar 2025
Text:
Judith Baumbach
Fotos:
Andreas Wagner
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