Ursprünglich war geplant, das Gemeindefest der Gemeinde Klingenberg in diesem Jahr nicht in unserer doch recht kleinen Kirche, sondern an einem Ort durchzuführen, der mehr Platz für die Großen, aber besonders auch mehr Spielmöglichkeiten für die Kleinen bot. Mit der Eichwaldhütte in Mömlingen wurde dann auch die passende Lokalität gefunden. Dieses an einem Waldstück gelegene Wanderheim bildete am Ende aber nicht nur einen schönen Rahmen für das Gemeindefest, sondern auch für die Wortverkündigung.
Gottesdienst im Wanderheim
So kam die Gemeinde bereits am Morgen des 4. August zum Gottesdienst im Wanderheim zusammen. Die Küche wurde kurzerhand zur Sakristei umfunktioniert und der Gastraum diente als Gottesdienstraum. Mit 45 Glaubensgeschwistern, Freunden und Gästen war das „Kirchenschiff“ dann auch fast bis auf den letzten Platzt besetzt.
Frau am Jakobsbrunnen
Evangelist Steffen Möll diente mit einem Bibelwort aus Johannes 4, 28 und 29: „Da ließ die Frau ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!“ Er ging in seiner Predigt auf die besonderen Umstände dieser Begegnung zwischen der Samariterin und Jesus am sogenannten Jakobsbrunnen ein.
- Jesus war auf dem Weg von Judäa nach Galiläa und ging dabei auch durch Samarien. Dies wäre zu dieser Zeit aufgrund der gesellschaftlichen Situation einem frommen Juden nie in den Sinn gekommen.
- Er machte Rast in Samarien, traf dort am Jakobsbrunnen auf die Frau und unterhielt sich sogar mit ihr. Einem Juden war es nach jüdischer Tradition eigentlich nicht gestattet, mit einer fremden und noch dazu samaritischen Frau zu sprechen.
- Jesus sagt ihr, dass er ihr Wasser geben kann, sodass sie nie mehr durstig sein würde, was diese zunächst nicht verstand. Dass es sich bei diesem besonderen Wasser um das Evangelium handelt, verstand sie erst im weiteren Verlauf des Gespräches und sie erkannte, wer Jesus wirklich war.
Diese besondere Begegnung mit Jesus veranlasste die Samariterin dann, den Menschen in ihrer Stadt davon zu berichten, sodass viele ihn kennenlernen wollten. Auch wir Christen haben heute immer wieder solche Begegnungen mit Jesus, insbesondere in den Gottesdiensten. Evangelist Möll ermutigte abschließend die versammelte Gemeinde dazu, keine Scheu zu haben, das Evangelium auch in unserer persönlichen Umgebung durch unser Wort aber auch durch christliches Handeln weiterzutragen.
Gemeinsam glauben – gemeinsam lachen
Nach dem Gottesdienst wurde das „Kirschenschiff“ der Eichwaldhütte dann wieder in einen Gastraum umfunktioniert und Würstchen und Steaks vom Grill sowie zahlreiche selbstgemachte Salate und leckere Kuchen sorgten dafür, dass auch bestens für das leibliche Wohl gesorgt war. Bis auf wenige kleine Regentropfen machte auch das Wetter mit und alle erlebten in ungezwungener Atmosphäre ein paar schöne Stunden beim gemeinsamen Spielen oder im Gespräch und natürlich wurde auch viel gelacht. Unser Fazit: das war sicherlich nicht das letzte Gemeindefest in der Eichwaldhütte.
18. August 2024
Text:
Marco Estermann
Fotos:
S. Möll,
Markus Vögele
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