Kinder -
die Kirche von morgen

Kinder sind eine Gabe Gottes; verantwortungsbewusste Eltern umsorgen und erzie­hen sie nach besten Kräften. In christlichen Familien entwickeln sie in der Kindheit mit­hilfe des Vorbilds der Erwachsenen eine individuelle Beziehung zu Gott.

Von klein auf haben sie ihren Platz in der Gemeinde. Jedes wird als Persönlichkeit so angenommen, wie es ist. Amtsträger und Lehrkräfte unterstützen die Eltern in ihrer Verantwortung für die Glaubenserziehung, damit die Heranwachsenden befähigt werden, ihr Leben verantwortungsbewusst nach den Grundwerten des Evangeliums Jesu Christi zu führen.

Einen wesentlichen Beitrag erfüllen Kindergottesdienste und kirchliche Unterrichte. Jungen und Mädchen erleben in ihnen die Nähe Gottes, erfahren in kindgerech­ter Weise eine Förderung im Glauben und erleben das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gemeinschaft.

 

Glaubensentwicklung fördern

Erste Erfahrungen mit dem christlichen Glauben sammeln Kinder im Eltern­haus. Dort, wo gemeinsam gebetet wird und das Verhältnis untereinander und zum Nächsten von Liebe und Verständnis be­stimmt ist, wird der Grund gelegt für ein Le­ben, das sie befähigt, Gott und den Nächsten zu lieben und die Schöpfung zu ach­ten. Das kirchli­che Seelsorgeangebot unterstützt und ergänzt die unabdingbare Glaubenserzie­hung im Elternhaus.

Mit zunehmendem Alter lernen Kinder, Er­fahrungen anderer Menschen - von denen zum Beispiel die Heilige Schrift berichtet - zu reflektieren und auf die jeweilige eigene Lebenswelt zu beziehen. Dies fördert das Bewusstsein individueller Erfahrungen mit Gott und unterstützt die Entwicklung persönlicher Gottesbeziehungen.

Die Angebote der Kinderseelsorge zielen darauf ab,

  • glaubensbezogenes Wissen zu vermitteln,
  • Glauben zu wirken und zu festigen,
  • förderliche Bindungen an Gott, Kirche und Gemeinde zu entwickeln,
  • die eigenverantwortliche Entscheidung für ein Leben mit Gott vorzube­reiten.

Kinder in der Gemeinde

Jesus Christus sagte: „Lasst die Kinder zu mir kommen“ (Markus 10,14). Diese Einla­dung gilt auch im 21. Jahrhundert. In der Neuapostolischen Kirche gehören Kinder von klein auf zur Gemeinde; sie sind in den Gottesdiensten willkommen. Die meisten Kirchen sind mit Eltern-Kind-Räumen ausgestattet, die durch eine schalldichte Glas­wand vom Kirchensaal abgeteilt sind. Hier können Eltern mit ihren Kleinkindern Platz nehmen und mit Sichtkontakt zum Altar und zur Gemeinde am Gottesdienst teilha­ben.

Wenn Kinder in Gottes­diensten mit der Gemeinde gezielt angesprochen werden – unter anderem durch altersgerechte Sprache und Bezüge zu ihrer Le­benswelt in der Predigt -, fördert dies ihre Anteilnahme und Freude am Erleben von Gottesdiensten.

Darüber hinaus sind die Kinder eingeladen zu ihrem jeweiligen Alter entsprechenden kirchlichen Unterrichten (Vorsonntagsschule, Sonntagsschule, Religionsunterricht und Konfirmandenunterricht). Ergänzt werden diese durch musikalische Angebote und Kindergottesdienste für 6- bis 9-jährige sowie für 10- bis 14-jährige Kinder.

Gottesdienste für Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren

Einmal im Quartal finden in den Kirchen­bezirken an einem Sonntagmorgen ge­mein­deübergreifende Veranstaltungen für die Kinder im Grundschulalter statt. Es handelt sich um eine Kombination von Kinderchorprobe, Sonntagsschule und Gottesdienst. Im ersten Teil lernen die Kin­der in froher Atmosphäre Lieder kennen, die für den Got­tesdienst vorgesehen sind. Der zweite Teil ist Sonntagsschule. Hier bereiten die Kinder zusammen mit den Sonntagsschullehrkräften das vorge­sehene Thema des Gottes­dienstes vor.

Diese beiden Phasen führen die Kinder auf der Ebene ihrer Wahrnehmung an das Gottesdienstthema her­an. Der anschlie­ßende kurze Gottesdienst, der alle gewohn­ten liturgischen Elemente enthält, greift die erarbeiteten Vorbereitungen auf.

Ziel dieses Gottesdienstformates ist, die Kinder mit Form und Ablauf eines neuapostoli­schen Gottesdienstes vertraut zu machen.

Gottesdienste für Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren

Ab dem Eintritt in den Religionsunterricht, etwa im Alter von zehn Jahren, nehmen die Kinder am Gottesdienst in den Ge­meinden teil. Besondere Zuwendung er­halten sie mindestens vier- bis sechsmal im Jahr in gemeindeübergreifenden Kin­dergottesdiens­ten.  Diese Kindergottes­dienste für Zehn- bis Vierzehnjährige tra­gen dazu bei, das be­wusste Erleben von Gottesdiensten zu vertiefen und zu festi­gen.

Im Mittelpunkt stehen die Wortverkündi­gung und die Feier des Heiligen Abend­mahls. Eine kindgerechte Sprache, die Visualisierung der für diese Gottesdienste ausgewähl­ten Inhalte sowie eine aktive Beteiligung der Kinder bei der Gestal­tung der Gottes­dienste machen den Unterschied zum Gottesdienst für die Gemein­den aus.

Musizieren mit Kindern

Musizieren mit Kindern ist im kirchlichen Rahmen ein wichtiger Aspekt religiöser Erzie­hung. Musizieren fördert die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und bietet ihnen Möglichkeiten, sich in Kirche und Gemeinde mitgestaltend einzubringen. Musik schafft Bindungen und fördert die Gemeinschaft.

Kinder erfahren beim Musizieren in der Ge­meinde Wertschätzung. Im Laufe eines Jah­res erhalten sie – instrumental oder vokal - wiederholt und regelmäßig musikalische Mit­wirkungsmöglichkeiten auch in Gottesdiens­ten. Dies gilt insbesondere für den „Gemein­desonntag“ am ersten Sonntag jeden Mo­nats.

Im Handlungsfeld „Musizieren mit Kindern“ wirken die Koordinationsgruppen „Musik“ und „Kinderseelsorge“ zusammen. Um alle musikalischen Fortbildungen kümmert sich die KG Musik. Veranstaltungen mit eher seelsorgerischem und religionspädagogi­schem Schwerpunkt begleitet die KG Kinderseelsorge.

Berichte von Aktivitäten für die Kinder

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